Ab März 2026: Ukrainische Renten steigen um 12,1 Prozent.
Regierung beschließt Rentenerhöhung in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat eine deutliche Anhebung der Renten und Versicherungsleistungen beschlossen. Ab dem 1. März 2026 werden die Auszahlungen um 12,1 Prozent erhöht. Dieser Schritt übertrifft die für 2025 prognostizierte Inflationsrate von 8 Prozent deutlich. Die Indexierung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: zur Hälfte aus der Inflation und zur Hälfte aus dem Lohnwachstum von 16,1 Prozent.
Konkret bedeutet die Reform einen monatlichen Zuwachs von mindestens 100 Hrywnja, maximal sind 2.595 Hrywnja möglich. Die Mindestrente für Personen ab 70 Jahren steigt von 3.613 auf 4.050 Hrywnja. Für über 80-Jährige oder nicht erwerbstätige Bürger ab 65 mit voller Beitragsdauer erhöht sich die Mindestrente von 3.758 auf 4.213 Hrywnja. Auch für unter 70-Jährige mit voller Beitragsdauer gibt es eine Erhöhung: von 3.323 auf 3.725 Hrywnja.
Automatische Neuberechnung für arbeitende Rentner
Für Rentner, die weiterhin einer Beschäftigung nachgehen, erfolgt die automatische Neuberechnung ihrer Leistungen ab dem 1. April 2026. Ausgenommen von der Indexierung sind Renten, die bereits auf dem Niveau des Existenzminimums liegen, sowie die maximalen Auszahlungsbeträge. Diese Regelung soll für mehr Planungssicherheit sorgen.
Dennis Uljutin, ein Regierungssprecher, erklärte: 'Diese Entscheidung basiert auf einer klaren Formel und gewährleistet eine transparente Neuberechnung der Leistungen für Millionen Bürger.'
Von der Erhöhung profitieren unter anderem folgende Gruppen:
- ehemalige Militärangehörige
- Personen mit besonderen Verdiensten
- Bezieher von Altersrenten
- Opfer von Arbeitsunfällen
- durch den Tschernobyl-Unfall Geschädigte mit Behinderung
- ehemalige Mitarbeiter der Kommunalverwaltung
Die Rentenerhöhung stellt einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung der finanziellen Situation vieler Ukrainer in Zeiten steigender Preise dar. Besonders ältere Menschen, die oft Schwierigkeiten haben, ihren Grundbedarf zu decken, erhalten damit eine zusätzliche Unterstützung. Die Maßnahme unterstreicht das Bestreben der Regierung, vulnerable Bevölkerungsgruppen besser abzusichern und könnte so langfristig zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.
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