Generation 1965–1980: Droht die Rente aus?.
Die laufende Rentenreform in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Die derzeitige Rentenreform in der Ukraine stellt die Altersvorsorge der sogenannten 'Generation X' infrage. Für alle zwischen 1965 und 1980 Geborenen könnte die staatliche Rente wegfallen. Grund sind die neuen, verschärften Bedingungen: Bis 2026 steigt die erforderliche Versicherungszeit auf 33 Jahre an, bis 2028 sogar auf 35 Jahre. Wer mit 60 diese Voraussetzung nicht erfüllt, muss mit einer Ablehnung seines Rentenantrags rechnen.
Bereits heute erlebt jeder siebte Ukrainer, der das 60. Lebensjahr erreicht, eine solche Absage wegen unzureichender Beitragsjahre. Die Situation wird durch veränderte Migrationsmuster verschärft. Seit 2022 arbeiten immer mehr Ukrainer dauerhaft im Ausland. Anfang 2026 sind schätzungsweise 1,8 bis 2 Millionen Menschen in der EU offiziell beschäftigt. Nur ein Teil von ihnen zahlt jedoch weiterhin Beiträge in den ukrainischen Rentenfonds ein – eine entscheidende Lücke für die spätere Absicherung.
Wer ist besonders betroffen?
Für diejenigen, die fehlende Beitragsmonate nachkaufen möchten, wird es teuer: 2026 kostet ein Monat 1902 Hrywnja. Zum Vergleich: Die staatliche Grundsicherung für 65-Jährige mit weniger als 10 Jahren Beitragszeit beträgt lediglich 2385 Hrywnja.
Experten identifizieren vor allem zwei Risikogruppen:
- Die 'Generation X', die die hohen Anforderungen an die Versicherungszeit möglicherweise nicht erfüllen kann.
- Arbeitsmigranten und andere Auswanderer, die ihre Rentenansprüche im Heimatland verlieren könnten.
Die Reform birgt somit erhebliche soziale Risiken für eine große Bevölkerungsgruppe, deren Aussicht auf einen gesicherten Lebensabend schwindet.
Die ukrainische Rentenreform zeigt, wie wichtig es ist, Sozialsysteme an neue wirtschaftliche Realitäten wie die zunehmende Arbeitsmigration anzupassen.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer sinkenden Zahl von Beitragszahlern steht das Rentensystem vor enormen Herausforderungen. Für viele Ukrainer, insbesondere im Ausland, ist es daher entscheidend, die Folgen der neuen Regeln und die Kosten einer freiwilligen Nachzahlung genau zu kennen, um nicht im Alter ohne Einkommen dazustehen.
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