Notfall auf der ISS: Crew-11 wegen medizinischer Probleme vorzeitig zur Erde zurückgeholt.
Ein vorzeitiges Missionsende
Nach Angaben von TSN.ua: Die Raumfahrtmission Crew-11 fand ein unvorhergesehenes Ende: Wegen gesundheitlicher Probleme der Besatzung musste eine Notrückkehr eingeleitet werden. Die Kapsel mit den Astronauten an Bord wasserte um 10:41 Uhr (Kiewer Zeit) vor der Küste San Diegos. Die Mission hatte insgesamt 167 Tage gedauert. An Bord der Kapsel befanden sich die vier Crew-Mitglieder:
- Mike Fincke
- Zena Cardman
- Kimiya Yui
- Oleg Platonov
Es handelte sich um den ersten medizinischen Notfall, der eine Evakuierung von der Internationalen Raumstation (ISS) erforderlich machte.
Hintergründe und Folgen
Mission Commander Jared Isaacman erklärte, die Entscheidung zur vorzeitigen Rückkehr sei gefallen, weil die Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung der medizinischen Probleme auf der ISS begrenzt seien. Derzeit halten sich noch drei Personen auf der Station auf: Christopher Williams und zwei russische Kosmonauten. Der nächste Crew-Wechsel, Crew-12, ist für Mitte Februar geplant.
Die zurückgekehrten Astronauten äußerten sich nach der Landung. Zena Cardman sagte:
'Es ist so gut, wieder zu Hause zu sein!' Zena Cardman
Der Vorfall unterstreicht die immense Bedeutung der Sicherheit und Gesundheit von Raumfahrern während ihrer Einsätze. Ein vergleichbarer Fall in der Raumfahrtgeschichte war die Evakuierung des Kosmonauten Wladimir Wassiutin von der Station 'Saljut-7' im Jahr 1985.
Die Evakuierung der Crew-11 macht die besonderen Herausforderungen von Langzeitmissionen im All deutlich, vor allem im Umgang mit unerwarteten Gesundheitsproblemen. Sie wirft auch Fragen nach der Weiterentwicklung medizinischer Systeme auf der ISS auf, um die Sicherheit der Besatzungen zu gewährleisten. Solche Vorfälle können sich auf die Planung künftiger Missionen auswirken, einschließlich der für Mitte Februar anstehenden Crew-12.
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