Neue Enthüllungen: Korruptionsverdächtige aus der „Midas“-Affäre urlaubten an der Côte d’Azur.

Neue Enthüllungen: Korruptionsverdächtige aus der „Midas“-Affäre urlaubten an der Côte d’Azur
Neue Enthüllungen: Korruptionsverdächtige aus der „Midas“-Affäre urlaubten an der Côte d’Azur

Ermittlungen in Frankreich

Nach Angaben von Espreso.tv: Im französischen Beaulieu-sur-Mer läuft ein Verfahren gegen die Korruptionsverdächtigen Jurij Horowyj und Wassyl Wesselyj. Beide stehen in Verbindung zu ukrainischen Amtsträgern. Die als „Midas“ bekannte Operation startete 2024 und ist das Ergebnis einer 15-monatigen Untersuchung, bei der über 70 Durchsuchungen stattfanden. Dabei wurden 4 Millionen US-Dollar sichergestellt.

Jurij Horowyj und Wassyl Wesselyj werden verdächtigt, in korrupte Netzwerke verstrickt zu sein. In diesem Zusammenhang taucht auch Andrij Wesselyj auf, der leibliche Bruder von Wassyl Wesselyj.

„Die Ironie besteht darin, dass ein Teil der Beschuldigten des sogenannten Mindich-Gates in Untersuchungshaft sitzt.“

Mychajlo Tkatsch, Journalist der ‚Ukrajinska Prawda‘

Er erinnerte zudem daran: „Wassyl Wesselyj taucht auch in den sogenannten Mindich-Aufnahmen auf.“

Wichtige Wendungen der Ermittlungen

Im August 2022 durchsuchten Ermittler das Unternehmen „Karpatnaftochim“. Dieses soll zwischen 2017 und 2022 über 5 Milliarden Griwna nach Russland verschoben haben. Ein Jahr darauf, 2023, hob ein Gericht die Beschlagnahmung der Firma wieder auf. Dazu erklärte Tkatsch:

„Die ARMA (Agentur für Vermögensverwaltung) gab später an, aufgrund von Fehlern der Strafverfolger keinen neuen Verwalter finden zu können.“

Mychajlo Tkatsch, Journalist der ‚Ukrajinska Prawda‘

Im Zentrum der Ermittlungen steht auch Herman Haluschtschenko, der frühere Energie- und Justizminister. Andrij Jermak, der Leiter des Präsidialamtes, verlor seinen Posten infolge der „Mindich-Aufnahmen“. Mychajlo Tkatsch merkt an:

„Es sind nicht nur die Brüder Wesselyj, sondern ein Einzelunternehmer aus Drohobytsch, der Mitte 2024 Miteigentümer des größten Chemiekonzerns des Landes, Karpatnaftochim, wurde.“

Die laufenden Untersuchungen deuten auf schwerwiegende Korruptionsverflechtungen hin, die weiterer Analyse bedürfen.

Dieser Fall unterstreicht die Dringlichkeit der Korruptionsbekämpfung in der Ukraine, insbesondere im Lichte internationaler Reformverpflichtungen. Die Sicherstellung hoher Geldsummen und die Verbindungen zu Spitzenbeamten offenbaren systemische Schwachstellen. Der weitere Verlauf der Ermittlungen könnte die politische Lage in der Ukraine sowie die Beziehungen zu internationalen Partnern beeinflussen, die die Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung genau verfolgen.


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