Nach dem Krieg: Prognose zufolge werden 60 Prozent der Ukrainer Frauen sein.
Wie sich die Bevölkerungsstruktur der Ukraine nach dem Krieg verändern könnte
Nach Angaben von Novyny.live: Der Finanzexperte Oleksij Kusch erwartet nach dem Ende der Kampfhandlungen eine deutliche Verschiebung des Geschlechterverhältnisses in der Ukraine. Nach seinen Berechnungen wird die Gesamtbevölkerung des Landes dann bei etwa 25 Millionen Menschen liegen – und davon werden schätzungsweise 60 Prozent weiblich sein. Als Hauptgrund für dieses Ungleichgewicht nennt Kusch die verheerenden Auswirkungen des groß angelegten Krieges auf die demografische Zusammensetzung des Landes.
Vorhersagen zur Bevölkerungsentwicklung
Den Prognosen zufolge werden Frauen künftig 60 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung stellen. Das bedeutet, dass sie beim Wiederaufbau des Landes eine zentrale wirtschaftliche Rolle einnehmen müssen. Aktuell gibt es in der Ukraine nur 12 Millionen aktive Wähler. Während des Krieges lag die Gesamtbevölkerung noch bei etwa 27 bis 28 Millionen. Nach dem Krieg soll sie auf rund 25 Millionen schrumpfen, wovon etwa 10 Millionen Menschen im Rentenalter sein werden.
Des Weiteren wird damit gerechnet, dass etwa 5 bis 6 Millionen Kinder und 7 bis 8 Millionen Erwerbsfähige im Land bleiben. Fachleute betonen, dass der großflächige Krieg die ohnehin schon angespannte demografische Lage in der Ukraine dramatisch verschlechtert hat.
Die Wissenschaftlerin Ella Libanova stellte fest, dass diese negative Entwicklung ein sofortiges Handeln erfordere.Auch der Politiker Anatolij Kinach wies darauf hin, wie stark sich die Bevölkerungsstruktur in den letzten Jahren verschlechtert habe.
Zusammengefasst könnten die demografischen Veränderungen in der Ukraine nach dem Krieg weitreichende soziale und wirtschaftliche Folgen haben. Der wachsende Frauenanteil sowohl in der Gesamtbevölkerung als auch unter den Erwerbstätigen stellt neue Herausforderungen – etwa für den Arbeitsmarkt und die Bereitstellung sozialer Dienstleistungen. Der Wiederaufbau des Landes wird daher aktive Maßnahmen erfordern, um alle betroffenen Bevölkerungsgruppen in die neuen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten zu integrieren. Dies dürfte für die Regierung und die gesamte Gesellschaft in der Nachkriegszeit zur wichtigsten Priorität werden.
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