Halb Million Kiewer frieren bei acht Grad: So kämpft die Hauptstadt nach Raketenangriffen ums Überleben.
Kiew im Ausnahmezustand: Strom und Heizung ausgefallen
Nach Angaben von TSN.ua: Nach massiven Raketenangriffen müssen sich eine halbe Million Einwohner Kiews, insbesondere im Desnja-Raion, bei nur noch acht Grad Raumtemperatur ohne Heizung und Strom durchschlagen. Die Kälte und der komplette Stromausfall stellen die Bevölkerung vor immense Herausforderungen. Als Notmaßnahme wurden in Trojeschtschyna zwei große Zeltstädte als Wärmestuben eingerichtet, um den Menschen eine Zuflucht vor der Kälte zu bieten.
Die Stadtverwaltung versucht, die zerstörte Infrastruktur wiederherzustellen. Mehr als 60 Reparaturtrupps sind im Einsatz, um die Stromnetze zu reparieren und die Versorgung wiederherzustellen. Die Lage bleibt kritisch, doch Vertreter der Versorger wie Ruslan Wolynetz betonen, dass ununterbrochen an der Wiederherstellung gearbeitet wird. Die Angriffe auf die kritische Infrastruktur sind ein zentraler Bestandteil der Kriegsführung und treffen die Zivilbevölkerung besonders hart.
Kollabierende Infrastruktur: Auch Abwassersystem ausgefallen
Doch nicht nur der Strom ist ein Problem. Im Holossijiw-Raion versagt die Kanalisation, sodass die Bewohner ihren Abfall auf die Straße bringen müssen. Dieser Zustand führt zu großer Sorge vor gesundheitsgefährdenden Zuständen und mangelnder Hygiene.
'Ich habe die Befugnis, aber kein Geld.' - Maksym Bachmatow
Die Folgen der Angriffe zeigten sich auch am 31. Januar im öffentlichen Nahverkehr, der durch einen massiven Ausfall lahmgelegt wurde. Dies erschwerte die Fortbewegung in der Metropole zusätzlich und zwang die Menschen, nach alternativen Wegen zu suchen.
- Die Bewohner kritisieren scharf die Arbeit der Wohnungsverwaltungen und kommunalen Dienstleister.
- Eine Anwohnerin, Olha Lobatsch, bringt die Verzweiflung auf den Punkt: 'Das ist einfach schrecklich, wir haben kleine Kinder. Was soll das? Niemand reagiert.'
- Eine andere Bewohnerin, Wiktorija, klagt über den fehlenden Komfort: 'Es gibt keine Heizung, kein heißes Wasser. Und der Strom kommt und geht.'
Insgesamt bleibt die Lage in Kiew äußerst angespannt. Die Menschen leiden unter der Kälte, dem Ausfall der Versorgung und unhygienischen Zuständen. Die Behörden bemühen sich zwar, normale Lebensbedingungen wiederherzustellen, sehen sich aber mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert, die die Reparaturarbeiten verzögern.
Die Situation in der ukrainischen Hauptstadt zeigt deutlich die verheerenden Folgen von Angriffen auf die zivile Infrastruktur. Der Ausfall von Heizung, Strom und Abwassersystem offenbart den prekären Zustand der Versorgungsnetze, die dringend wiederhergestellt werden müssen. Trotz aller Anstrengungen steht die Stadtverwaltung vor gewaltigen Herausforderungen, die nicht nur technisches Know-how, sondern auch erhebliche finanzielle Mittel erfordern. Unter diesen Bedingungen suchen die Einwohner Kiews weiterhin nach Unterstützung und hoffen auf eine baldige Besserung ihrer lebensbedrohlichen Situation.
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