Polen erhöht Entschädigungen für Arbeitsunfälle: Neue Beträge ab 1. April.
Anpassungen bei Unfallentschädigungen in Polen
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem 1. April 2023 steigt in Polen die einmalige Entschädigung für Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten um 9 Prozent. Die neuen Sätze gelten für ein Jahr und können die finanzielle Unterstützung der Betroffenen deutlich verbessern.
Konkret beträgt die Entschädigung pro Prozentpunkt der gesundheitlichen Beeinträchtigung künftig 1.781 Zloty. Bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit werden 31.162 Zloty gezahlt. Hinterbliebene – Ehepartner oder Kinder einer verstorbenen Person – erhalten eine Summe von 160.264 Zloty. Diese Maßnahmen sollen den sozialen Schutz von Arbeitnehmern stärken, die durch Arbeitsunfälle zu Schaden gekommen sind.
Unfallstatistik
In der ersten Hälfte des Jahres 2025 wurden in Polen über 30.000 Arbeitsunfälle registriert, von denen 80 tödlich endeten und 219 Personen schwere Verletzungen erlitten. Die höchsten Unfallzahlen verzeichnen die Woiwodschaften Oppeln, Schlesien und Ermland-Masuren. Diese Daten unterstreichen die Dringlichkeit weiterer Verbesserungen der Arbeitssicherheit.
- Bergbau
- Steinbruchbetrieb
- Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
- Abfallwirtschaft
- Gesundheitswesen und Sozialhilfe
Im Jahr 2026 wird der Mindestlohn in Polen 4.806 Zloty pro Monat betragen, der Mindeststundenlohn liegt dann bei 31,40 Zloty brutto. Diese Anpassungen bei Entschädigungen und Löhnen sind wichtige Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Land.
Die Erhöhung der Unfallentschädigungen ist Teil der polnischen Regierungsbemühungen, den sozialen Schutz der Beschäftigten auszubauen. Angesichts der Unfallzahlen, insbesondere in risikoreichen Branchen, können diese Änderungen die finanzielle Absicherung der Betroffenen spürbar verbessern. Gleichzeitig wird dadurch der Bedarf an strengeren Sicherheitsstandards am Arbeitsplatz unterstrichen, um künftig Unfälle und Todesfälle zu reduzieren.
Lesen Sie auch
- Russlands Haushaltsloch von 7 Billionen Rubel: Droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit?
- 60 Prozent der russischen Ölraffinerien müssen zerstört werden – das ist die kritische Schwelle, so ein Experte
- Warum Russlands Ölraffinerien kaum zu retten sind – ein Experte erklärt die drohende Treibstoffkrise
- Warum Russlands Wirtschaft nie wieder zur Weltspitze aufschließen wird – ein Experte benennt den Kipppunkt
- Todesfälle an Tankstellen: Russlands Treibstoffkrise verschärft sich – Moskau sichert sich die Versorgung
- Ukrainische Angriffe lähmen Russlands Treibstoffversorgung: Armee erhält nur noch 30 Prozent

