Neue Regeln ab 2026: Polen beendet Sonderstatus für ukrainische Geflüchtete.

Neue Regeln ab 2026: Polen beendet Sonderstatus für ukrainische Geflüchtete
Neue Regeln ab 2026: Polen beendet Sonderstatus für ukrainische Geflüchtete

Rechtliche Änderungen für Ukrainer in Polen

Nach Angaben von TSN.ua: Polen wird zum 5. März 2026 das Sondergesetz zur Unterstützung ukrainischer Staatsbürger außer Kraft setzen. Personen mit einem aktiven PESEL-UKR-Status genießen zwar weiterhin Schutz bis zum 4. März 2027, doch die Bedingungen für ihren Aufenthalt und den Bezug von Leistungen werden deutlich strenger.

Verschärfte Aufenthaltsbedingungen

Neu ankommende Ukrainer können künftig nur noch für die ersten 60 Tage nach ihrer Einreise mit kostenloser Verpflegung und Unterkunft rechnen. Insgesamt darf sich eine Person seit 2022 zusammengerechnet maximal zwölf Monate in kollektiven Unterkünften aufhalten. Für Familien gilt eine Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2026, um sich an die neuen Regelungen anzupassen.

Den Zugang zum Gesundheitssystem erhalten nur noch Personen, die offiziell beschäftigt sind und Beiträge an die ZUS zahlen. Die Kindergeldleistung „800+“ wird künftig an die Berufstätigkeit des Erziehungsberechtigten und den obligatorischen Schulbesuch des Kindes in einer polnischen Schule geknüpft. Wichtig zu wissen: Der temporäre Schutzstatus erlischt automatisch, wenn man Polen für mehr als 30 Tage verlässt.

Um den Schutzstatus überhaupt beantragen zu können, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Dazu zählen:

  • Einreise nach Polen nach Beginn der Invasion am 24. Februar 2022;
  • Vorliegen einer registrierten PESEL-Nummer;
  • Kein gleichzeitiger temporärer Schutz in einem anderen EU-Land.

Der temporäre Schutz kann zudem unter folgenden Umständen widerrufen werden:

  • Bei einer Ausreise aus Polen für länger als 30 Tage;
  • Bei Gewährung von Schutz in einem anderen EU-Staat;
  • Bei Erlangung eines anderen legalen Aufenthaltsstatus;
  • Bei Vorlage falscher oder unvollständiger Angaben.

Ab 2026 sehen sich ukrainische Geflüchtete in Polen somit mit neuen Restriktionen konfrontiert, die ihre Lebenssituation und Integrationsmöglichkeiten erheblich beeinflussen können. Diese Entwicklung spiegelt einen gesamteuropäischen Trend zur Anpassung der Flüchtlingspolitik an langfristige Herausforderungen wider.

Diese Änderungen spiegeln einen allgemeinen Trend in europäischen Ländern wider, die ihre Politiken angesichts der anhaltenden migrationsbedingten Herausforderungen anpassen.

Die verschärften Anforderungen dürften das Leben für viele Ukrainer in Polen erschweren und von ihnen mehr Eigeninitiative und Anpassungsfähigkeit verlangen. Die verringerte staatliche Unterstützung könnte zudem den Zugang zum Arbeitsmarkt und Bildungssystem verlangsamen und so den gesellschaftlichen Integrationsprozess beeinträchtigen.


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