Polen verschärft ab 2026 die Regeln für Zuverdienst von Rentnern.
Neue Obergrenzen für Rentner, die hinzuverdienen
Nach Angaben von Novyny.live: Für Bezieher einer Frührente oder einer Erwerbsminderungsrente gelten in Polen ab dem 1. März 2026 strengere Vorgaben für zusätzliche Einkünfte. Die Neuregelung betrifft Personen, deren Einkommen bestimmte Freigrenzen überschreitet, und kann zu Kürzungen der Rentenzahlungen führen.
Nach den neuen Bestimmungen wird die Rente gekürzt, wenn das Einkommen des Rentners 6.438,50 Złoty brutto übersteigt. Dieser Betrag entspricht 70 Prozent des durchschnittlichen polnischen Gehalts. Bei einem Einkommen von mehr als 11.957,20 Złoty (130 Prozent des Durchschnittsgehalts) werden die Zahlungen sogar vorübergehend eingestellt. Die maximale Kürzungssumme ist auf 989,41 Złoty festgelegt. Das durchschnittliche Gehalt in Polen belief sich im vierten Quartal 2025 auf 9.197 Złoty.
Höhere Mindestrente und neue Meldepflichten
Zum selben Stichtag, dem 1. März 2026, steigt zudem die polnische Mindestrente auf 1.978,49 Złoty brutto an. Auch für Bezieher dieser Mindestrente gelten neue Pflichten. Sie müssen die Sozialversicherungsanstalt Zakład Ubezpieczeń Społecznych (ZUS) über die Aufnahme einer Arbeit und das voraussichtliche Einkommen informieren. Darüber hinaus sind sie verpflichtet, jährlich bis Ende Februar eine Einkommensbescheinigung für das Vorjahr einzureichen.
Diese Änderungen treten zeitgleich mit einer geplanten Rentenerhöhung in der Ukraine um 12,1 Prozent in Kraft. Sie könnten die finanzielle Situation von Rentnern und Sozialleistungsbeziehern in Polen erheblich beeinflussen. Die Maßnahme fällt in eine Phase, in der viele europäische Länder ihre Sozialsysteme angesichts demografischer Veränderungen überprüfen.
Die Einführung neuer Zuverdienstgrenzen für Rentner und Menschen mit Behinderung in Polen zeigt die Bemühungen der Regierung, die Staatsausgaben für Sozialleistungen zu kontrollieren. - Quelle unbekannt
Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Unterstützung sozial schwacher Gruppen eine wichtige Aufgabe. Die geplanten Regelungen werden daher voraussichtlich öffentliche und fachliche Diskussionen über ihre Angemessenheit und Wirksamkeit auslösen. Erst die praktische Umsetzung wird zeigen, inwieweit die Betroffenen sich an die neuen Rahmenbedingungen anpassen können.
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