Rückkehr ukrainischer Flüchtlinge aus Schweden: Ihre Meinung hat sich geändert.


Ukrainische Flüchtlinge passen sich erfolgreich in Schweden an, finden Arbeit und lernen die schwedische Sprache. Dies belegen die Ergebnisse einer Studie, die vom Internationalen Migrationsorganisation durchgeführt wurde. Ein Bericht wurde veröffentlicht, in dem Daten von 3451 ukrainischen Flüchtlingen gesammelt wurden, die im April und Mai 2024 befragt wurden.
Insgesamt planen 81% der ukrainischen Flüchtlinge nicht, ihren Wohnsitz zu wechseln, was auf ihre Zufriedenheit mit den Bedingungen und die Stabilität hinweist. Die Mehrheit der arbeitsfähigen Flüchtlinge (88%) arbeitet bereits oder sucht Arbeit, und diejenigen, die beschäftigt sind, machen 66% aus.
Einige Gründe, die die Beschäftigung ukrainischer Flüchtlinge in Schweden erschweren, sind Sprachbarrieren (76%), fehlende geeignete Arbeitsplätze im Wohngebiet, fehlende erforderliche Qualifikationen oder deren Anerkennung, Diskriminierung, fehlender Transport zum Arbeitsplatz, Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Arbeit und Familienpflege sowie Probleme mit der sozialen Gesundheit.
43% der befragten Flüchtlinge sprechen Schwedisch, was im Vergleich zu den Ergebnissen des Vorjahres (26%) eine erhebliche Verbesserung darstellt.
Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge (55%) verfügen über ausreichende Mittel zum Leben, davon verdienen 50% ihr Einkommen. 17% erhalten staatliche Hilfe, während 15% finanzielle Unterstützung von Familie und Freunden erhalten. Etwa 44% der Befragten leben in ihren eigenen Wohnungen.
Rückkehr der Flüchtlinge in die Ukraine
Nach den Ergebnissen der Studie planen nur 13% der ukrainischen Flüchtlinge, nach einer Sicherheitslage in die Ukraine zurückzukehren. Im vergangenen Jahr hatten 28% der Befragten diese Absicht. 24% der Flüchtlinge haben sich noch nicht entschieden, ob sie zurückkehren wollen, im Vergleich zu 31% im Jahr 2023. 58% der Flüchtlinge wollen oder können im Vergleich zu 37% im Vorjahr nicht in die Ukraine zurückkehren.
68% der Befragten wollen langfristig in Schweden bleiben, davon sind 72% Männer. Studien zeigen, dass stabile Arbeit, hohe Gehälter und bessere Sozialleistungen die Ukrainer dazu veranlassen, ihre Zukunft in Schweden zu gestalten, auch nach Kriegsende in der Ukraine.
Der Bedarf an Arbeitskräften in Schweden ist in vielen Bereichen ein Problem, insbesondere im Bildungswesen, im Gesundheitswesen, in der IT, im Ingenieurwesen und Bauwesen, in der Produktion und im Maschinenbau.
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