Kiewer Metro: Fahrpreis steigt auf 30 Griwna – Familie zahlt 35.000 Griwna pro Jahr.

Kiewer Metro: Fahrpreis steigt auf 30 Griwna – Familie zahlt 35.000 Griwna pro Jahr
Kiewer Metro: Fahrpreis steigt auf 30 Griwna – Familie zahlt 35.000 Griwna pro Jahr

Metro-Ticket in Kiew wird teurer

Nach Angaben von Novyny.live: In Kiew wurde eine Preiserhöhung für Fahrten mit der U-Bahn angekündigt: Künftig sollen 30 Griwna pro Fahrt fällig werden. Das stößt bei den Bewohnern der Stadt auf heftige Kritik. Der Abgeordnete des Kiewer Stadtrats, Andrij Witrenko, rechnete vor, dass eine dreiköpfige Familie dadurch jährlich mit 35.000 Griwna belastet würde. Viele Einwohner empfinden den Schritt als ungerechtfertigt und zeigen sich empört.

Reaktionen aus Politik und Fachwelt

Witrenko äußerte sich verärgert über die Pläne der Stadtverwaltung, die Tarife für öffentliche Verkehrsmittel anzuheben. Er betonte:

'Mir gefällt nicht, dass die Preise für öffentliche Verkehrsmittel erhöht werden sollen. Kiew hat doch die Mittel dafür – die Stadt kann das stemmen. Wir haben jedes Jahr einen Haushaltsüberschuss, es bleiben Milliarden im Budget übrig, und trotzdem können wir kein Geld für die Metro bereitstellen.' Andrij Witrenko

Der Stadtrat wies darauf hin, dass Kiew mit diesem Problem nicht allein dasteht – auch andere Städte wie Charkiw kämpfen mit ähnlichen finanziellen Schwierigkeiten.

Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, erklärte derweil, dass die Stadtverwaltung sich bemühe, die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel beizubehalten. Dies unterstreicht, wie wichtig das Thema für die Stadtbewohner ist. Der Nahverkehrsexperte Wjatscheslaw Skryl merkte dazu an:

'Alte U-Bahn-Waggons verbrauchen ein Drittel mehr Strom. Mit der Einführung fast schon astronomischer Tarife wälzt die Kiewer Stadtverwaltung die finanziellen Probleme des Verkehrssystems auf die Geldbörsen der Bürger ab.' Wjatscheslaw Skryl

Die Anhebung der Metro-Preise hat in Kiew eine breite Debatte ausgelöst – viele Einwohner sorgen sich um die Erschwinglichkeit des Nahverkehrs. Die Situation in der Hauptstadt spiegelt die generellen Finanzierungsprobleme des öffentlichen Personennahverkehrs in der Ukraine wider, von denen zahlreiche Städte betroffen sind. Damit wird diese Frage nicht nur für die Menschen in Kiew, sondern auch für die Bürger anderer Städte relevant, die nach Lösungen suchen, um die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern, ohne die finanzielle Last für die Bevölkerung weiter zu erhöhen.


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