Die Proteste im Iran dauern seit drei Wochen an: Was passiert im Land?.

Die Proteste im Iran dauern seit drei Wochen an: Was passiert im Land?
Die Proteste im Iran dauern seit drei Wochen an: Was passiert im Land?

Nach Angaben von ТСН: Die Proteste gegen die Regierung im Iran dauern bereits seit drei Wochen an. Die Menschen gingen am 28. Dezember wegen des drastischen Rückgangs des Wertes der nationalen Währung - des iranischen Rial - und der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation auf die Straße. Die ersten Demonstrationen begannen in Teheran, insbesondere auf dem Großen Basar, und breiteten sich schnell im ganzen Land aus. Laut der amerikanischen Human Rights Activists News Agency beläuft sich die Zahl der gefallenen Demonstranten inzwischen auf etwa 600, und mehr als 11.000 Menschen wurden festgenommen.

Blockierung von sozialen Netzwerken und Gewaltbedrohung

Seit dem 8. Januar hat das iranische Regime unter der Führung von Ayatollah Khamenei das Internet und die mobile Kommunikation blockiert. Der Eintritt ausländischer Journalisten in das Land ist verboten. Präsident Masud Pezeshkian gibt den USA und Israel die Schuld an den Unruhen und verspricht, die Forderungen der Demonstranten anzuhören. Im Gegenzug fordern die Menschen auf den Straßen eine Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen und rufen zur Veränderung des Regimes auf.

Der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Baqer Qalibaf, erklärte, dass Israel, Militärstützpunkte und US-Geschäfte in der Region im Falle amerikanischer Angriffe auf das Land "legitime Ziele" werden.
Donald Trump antwortete, dass "Amerika Angriffe in einem Ausmaß durchführen wird, das sie noch nie erlebt haben".

Gründe und Ausmaße der Proteste

Experten stellen fest, dass die derzeitigen Proteste im Iran zu den umfassendsten der letzten 50 Jahre gehören, deren Gründe mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zusammenhängen. Im vergangenen Jahr ist der Dollar im Vergleich zum Rial erheblich teurer geworden, was zu einem Anstieg der Armut im Land führte - über 40% der Iraner leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Marktarbeiter in Teheran waren die ersten, die auf die Proteste reagierten, da sie zuvor die finanzielle Basis der Islamischen Revolution waren.

Proteste sind im Iran nicht neu: Im Jahr 2022 fanden landesweite Versammlungen nach dem Tod von Mahsa Amini statt, die zum Symbol für den Kampf um die Rechte der Frauen wurde.

Die Situation mit Gewalt und Protesten

Die Protestaktionen sind zu einem landesweiten Protest geworden, und die Menschen treten offen gegen das Regime auf. Soziale Netzwerke sind mit Videos gefüllt, die die Gewalt gegen die Demonstranten dokumentieren. Nach den Massenschlägereien wurden Morde an Demonstranten Teil der Strategie des Regimes zur Unterdrückung der Unzufriedenheit.

Im Exil wird behauptet, dass die Proteste von dem Thronfolger Reza Pahlavi geleitet werden, jedoch erhält er derzeit keine Unterstützung von anderen Oppositionsgruppen. Es gibt auch keine Anzeichen einer Spaltung innerhalb der Sicherheitskräfte.

Mögliche Maßnahmen der USA

Die Sprecherin des Weißen Hauses gab bekannt, dass Trump in Erwägung zieht, militärische Maßnahmen gegen den Iran wegen der Ereignisse im Land zu ergreifen. In der Zwischenzeit hat der amerikanische Präsident neue Importzölle auf Waren aus Ländern eingeführt, die mit dem Iran handeln.

Trump hat auch seine Bereitschaft zu Verhandlungen über das iranische Atomprogramm bekundet, schließt jedoch einen möglichen militärischen Konflikt nicht aus. Experten glauben, dass die Positionen des Regimes der Ayatollahs nach früheren militärischen Maßnahmen der USA ins Wanken geraten sind.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz merkte am Dienstag an, dass das Regime der Ayatollahs seine letzten Tage durchläuft.

Die iranischen Proteste spiegeln tiefe wirtschaftliche Krisen im Land und wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung wider. Die Situation könnte zu ernsthaften Veränderungen in der Innenpolitik führen, wenn die Regierung keine Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen ergreift. Gleichzeitig beobachtet die internationale Gemeinschaft die Entwicklungen aufmerksam, da die Folgen nicht nur den Iran, sondern auch die Region insgesamt betreffen könnten.


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