Existenzminimum 2026: Die realen Bedürfnisse liegen viermal höher als offiziell angegeben.
Nach Angaben von inkorr.com: Das offizielle Existenzminimum in der Ukraine für das Jahr 2026 entspricht erheblich nicht den realen Bedürfnissen der Bevölkerung. Experten sind der Meinung, dass das tatsächliche Existenzminimum fast viermal höher ist als die im Regierungsplan festgelegten Werte, was zu einer Vertiefung der Armut im Land führen könnte.
„Das liegt unter der prognostizierten Inflation! Die realen Bedürfnisse sind laut Berechnungen fast viermal höher, was das Risiko eines Anstiegs der Armut erhöht.“
Diese Meinung äußerte der Experte für Sozialpolitik Andrij Pawlowskyj in einem Artikel für ZN.UA.
Höhen des Existenzminimums
Laut dem Entwurf des Staatshaushalts für 2026 wird das Existenzminimum für erwerbstätige Personen 3328 Hrywnja (73 Dollar) betragen, für ältere Menschen – 2595 Hrywnja (57 Dollar) und für Kinder unter sechs Jahren – 2823 Hrywnja (62 Dollar). Im Vergleich zum aktuellen Jahr wird das Wachstum lediglich 9 Prozent betragen.
„Das realistische Existenzminimum liegt laut Experten viermal höher: für Erwerbstätige mindestens 12.000 UAH, für Rentner 8000 UAH.“
Diese Situation führt zu einem dramatischen Anstieg der Armut in der Ukraine. Nach Angaben der Weltbank leben bereits heute 25 Prozent der Ukrainer unterhalb der Armutsgrenze. Pawlowskyj weist darauf hin, dass dieser Wert im Jahr 2026 auf 35 Prozent steigen könnte.
Verschlechterung in den Regionen
Besonders schwierig könnte die Situation in den Regionen sein, die sich in der Nähe der Frontlinie befinden, wo die Preise um 20-30 Prozent höher sind. „In den Regionen nahe der Front, wo die Preise um 20-30% höher sind, wird dies zu einem Urteil für ältere Menschen. Das bedeutet, dass Millionen von Ukrainern das Risiko laufen, unter die Armutsgrenze zu fallen, insbesondere in den Regionen nahe der Front“, stellt der Experte fest.
Die Regierung prognostiziert eine Inflation von 10,4 Prozent, doch der Autor warnt, dass unter Berücksichtigung der Abwertung der Hrywnja, des Anstiegs der Rohstoffpreise und der kommunalen Tarife die tatsächliche Inflation 15-20 Prozent erreichen könnte, was dieses Wachstum der sozialen Standards unrealistisch macht.
Somit entspricht das Existenzminimum für das Jahr 2026 in der Ukraine nicht den realen Bedürfnissen der Bürger, was die Armut im gesellschaftlichen Leben erhöht. Experten fordern eine Überprüfung dieser Werte, um eine soziale Krise und eine Verschärfung des Armutsgefühls in der Ukraine zu vermeiden.
Die Situation mit dem Existenzminimum und seiner Diskrepanz zu den Realitäten zeigt die Dringlichkeit von Veränderungen in der Sozialpolitik. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, riskiert die Ukraine, mit noch größeren sozialen Herausforderungen konfrontiert zu werden, da der Anstieg der Armut die Stabilität der Gesellschaft insgesamt gefährden könnte. Experten fordern nachdrücklich einen Dialog zwischen der Regierung und der Gesellschaft, um optimale Lösungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Ukrainer zu finden.
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