Putin verspricht Wiederaufbau Syriens – und verhandelt mit dessen neuer Führung.

Putin verspricht Wiederaufbau Syriens – und verhandelt mit dessen neuer Führung
Putin verspricht Wiederaufbau Syriens – und verhandelt mit dessen neuer Führung

Ein Versprechen für den Wiederaufbau

Nach Angaben von TSN.ua: Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem neuen syrischen Präsidenten Ahmed asch-Schaar bei einem Treffen Unterstützung beim Wiederaufbau des nach fast 15 Jahren Krieg zerstörten Landes zugesagt. Diese Zusage markiert eine bedeutende Wende, denn noch vor wenigen Jahren bezeichnete die russische Führung den damaligen syrischen Machthaber als 'Bucharin' und schwor auf dessen Vernichtung.

Erinnert sei daran, dass das russische Außenministerium 2016 erklärte, den Kampf gegen 'diese Bucharins' bis zu ihrer vollständigen Zerstörung führen zu wollen. 2017 meldete das russische Verteidigungsministerium, der Rebellengruppenführer al-Dschulani sei bei einem Luftangriff der russischen Luftwaffe verwundet worden. Die syrische Regierung, die seit Dezember 2024 unter der Kontrolle von Rebellen um Ahmed asch-Schaar steht, forderte nun den Abzug russischer Truppen vom Stützpunkt Kamyschli. Diese Basis diente Russland seit 2019 als zentraler Vorposten zur Kontrolle Nordostsyriens. Derzeit verlegt Russland Material und schwere Waffen von Kamyschli zum russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim.

Zusammenarbeit auf neuem Fundament

Putin betonte: 'Ich weiß, dass in Syrien sehr viel wiederaufgebaut werden muss, und unsere Wirtschaftsakteure, auch aus dem Bausektor, sind zu dieser gemeinsamen Arbeit bereit.' Er fügte hinzu, es habe 'zwischen Russland und Syrien niemals irgendwelche düsteren Kapitel' gegeben – ein Hinweis auf den erklärten Willen, die Kooperation auch künftig fortzusetzen.

Die Ankündigung unterstreicht den Kurswechsel Moskaus, das sich zuvor aktiv an Militäroperationen gegen die Rebellen beteiligte. Das Wiederaufbauversprechen könnte eine neue Phase in den bilateralen Beziehungen einläuten, die nun auf Wiederaufbau und Stabilität setzt. Die Lage bleibt jedoch angespannt, nicht zuletzt wegen der Forderung der neuen syrischen Führung nach einem russischen Truppenabzug, der die weitere Entwicklung in der Region maßgeblich beeinflussen wird.


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