Putin ordnet Rosgwardija dem Generalstab unter – eine Reaktion auf das Wagner-Fiasko.
Neue Befehlsstruktur für die Nationalgarde
Nach Angaben von UATV: Präsident Wladimir Putin hat per Dekret die russische Nationalgarde (Rosgwardija) dem Generalstab unterstellt. Oberbefehlshaber ist nun der Chef des Generalstabs, Waleri Gerassimow. Diese grundlegende Neuordnung der Kommandostrukturen folgt auf massive Kritik an der Rosgwardija. Sie hatte sich während der Meuterei der privaten Militärfirma 'Wagner' im Juni 2023 als weitgehend handlungsunfähig erwiesen und konnte den Aufstand nicht eindämmen.
Gründe und mögliche Folgen der Umstrukturierung
Künftig obliegt dem Generalstab die operative Führung und Koordination der Truppen der Nationalgarde. Die Maßnahme wird als Versuch des Kremls gewertet, die Schlagkraft der Sicherheitskräfte angesichts interner und externer Bedrohungen zu erhöhen. In einer Phase wachsender Spannungen soll so die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen militärischen und paramilitärischen Einheiten verbessert werden. Die direkte Unterstellung unter den Generalstab könnte für eine straffere und einheitlichere Führung sorgen.
Hinter der Reorganisation steht offenbar der Wille der russischen Führung, nach dem Kontrollverlust während des Wagner-Aufstands die innere Sicherheit wieder fester in den Griff zu bekommen. Die Reform zielt darauf ab, solche Versäumnisse künftig zu verhindern, insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges und der Notwendigkeit schneller Reaktionen auf Krisen. Gleichzeitig setzt sich damit ein Trend zur weiteren Militarisierung und Zentralisierung der Macht in den Händen der militärischen Führung um Waleri Gerassimow fort – mit potenziellen Auswirkungen auf das politische Gefüge in Russland.
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