Putins fragwürdige Gebietsbilanz: Warum die Zahl von 2.440.000 Quadratkilometern nicht stimmen kann.

Putins fragwürdige Gebietsbilanz: Warum die Zahl von 2.440.000 Quadratkilometern nicht stimmen kann
Putins fragwürdige Gebietsbilanz: Warum die Zahl von 2.440.000 Quadratkilometern nicht stimmen kann

Putins Behauptung zu eroberten Gebieten in der Ukraine

Nach Angaben von UATV: Bei einem Treffen mit Chefs internationaler Nachrichtenagenturen erklärte Wladimir Putin, seine Truppen hätten 2.440.000 Quadratkilometer ukrainisches Territorium eingenommen. Zum Vergleich: Die international anerkannte Fläche der Ukraine vor 2014 betrug rund 603.600 Quadratkilometer. Diese Zahl sorgte für Aufsehen, denn nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) haben die russischen Streitkräfte in letzter Zeit sogar Gelände verloren – ein Widerspruch, der Fragen aufwirft.

Russische Gebietsverluste im Detail

Laut ISW büßte die russische Armee im April 116 Quadratkilometer ein, im Mai weitere 281,1 Quadratkilometer. Zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 konnten die russischen Einheiten in der Ukraine nur um 40,64 Quadratkilometer vorrücken – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren. Im selben Zeitraum 2024/2025 hatten sie noch 515,84 Quadratkilometer erobert.

Erstmals seit 2023 verzeichnet das ISW damit einen Nettoverlust an kontrolliertem Gebiet für Russland. Das deutet auf eine veränderte Dynamik im Konflikt hin. Die offiziellen Erfolgsmeldungen aus Moskau scheinen daher kaum mit der Lage an der Front vereinbar zu sein.

Putins Äußerung wirkt vor diesem Hintergrund wie ein Versuch, trotz realer Rückschläge Stärke zu demonstrieren. Die nachlassende Offensivkraft könnte innenpolitische Folgen in Russland haben und die öffentliche Wahrnehmung des Krieges beeinflussen. Die weitere Entwicklung bleibt komplex und könnte das Kräfteverhältnis in der Region nachhaltig verschieben.


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