Putins erneute Drohungen: Was hinter dem Schlagwort 'Neurussland' steckt.
Russlands Expansionspläne und die Lage in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Ende 2025 hat Wladimir Putin erneut Pläne für die Eroberung sogenannter 'Neurussland'-Gebiete bekräftigt. Der Experte Oleksandr Demtschenko weist darauf hin, dass die Ambitionen Moskaus nicht nur die Regionen Saporischschja und Cherson umfassen, sondern auch auf 'graue Zonen' in Gebieten wie Sumy, Charkiw und Dnipro abzielen. Diese Äußerungen deuten auf eine Verschärfung der Lage und eine mögliche Intensivierung der Kampfhandlungen hin. Der Begriff 'Neurussland' ist ein historisierendes Konstrukt des Kremls, um territoriale Ansprüche zu legitimieren.
Innere Schwierigkeiten und militärische Ziele
Parallel dazu kämpft Russland mit erheblichen wirtschaftlichen Problemen. Die Zahl der Vertragssoldaten in Moskau ist um 40 Prozent gesunken, was auf massive Rekrutierungsschwierigkeiten hindeutet. Zudem klafft ein Loch von über sieben Billionen Rubel im Bundeshaushalt – ein Zeichen gravierender finanzieller Instabilität. Als Reaktion darauf wurde das Jahresgehalt für Vertragssoldaten auf 5,5 Millionen Rubel angehoben, zuzüglich einer Einmalzahlung von zwei Millionen Rubel. Diese finanziellen Anreize sollen offenbar neue Soldaten anwerben, um die militärischen Ambitionen trotz innerer Schwächen aufrechtzuerhalten.
Oleksandr Demtschenko: 'Putin hat enorme Probleme. Alle diese Angriffe, der Einsatz von 'Oreschnik' zeugen davon.'
Demtschenko geht davon aus, dass der russische Präsident nicht nur die Risikobereitschaft erhöhen, sondern auch zu für die russische Bevölkerung unpopulären Maßnahmen gezwungen sein wird. Dies lässt vermuten, dass Putin trotz der innenpolitischen Herausforderungen bereit ist, hohe Risiken einzugehen, um seine Ziele in der Region zu erreichen.
Die Situation um 'Neurussland' offenbart somit nicht nur die fortbestehenden Expansionsabsichten Russlands, sondern auch die wachsenden inneren Widersprüche des Regimes. Der Rückgang an Vertragssoldaten und die haushaltspolitischen Schwierigkeiten zwingen den Kreml, neue Wege zur Finanzierung und Aufrechterhaltung seiner Kriegsanstrengungen zu finden. Gleichzeitig könnten eine weitere Eskalation des Konflikts in der Ukraine und internationale Reaktionen zusätzliche Faktoren bilden, die den weiteren Verlauf der Ereignisse entscheidend beeinflussen werden.
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