Ukrainisches Parlament streicht Russisch aus dem Schutzstatus für Minderheitensprachen.
Beschluss der Werchowna Rada der Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Werchowna Rada der Ukraine hat Russisch von der Liste der geschützten Sprachen gestrichen, die unter die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen fällt. Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk gab die Entscheidung bekannt. Damit reagiert das Parlament auf den anhaltenden Konflikt mit Russland und die veränderte gesellschaftliche Stimmung im Land.
Die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen stammt aus dem Jahr 1992; die Ukraine ratifizierte sie 2003. Mit der neuen Abstimmung im Dezember 2025 wurde Russisch aus dem geschützten Sprachenkatalog entfernt. 264 Abgeordnete stimmten dafür, die Mehrheit war damit deutlich.
Bedeutung des Schrittes
Dieser Beschluss markiert einen Wendepunkt in der Sprachpolitik des Landes. Der Ausschluss des Russischen spiegelt die veränderten politischen und sozialen Gegebenheiten wider – insbesondere den Krieg mit Russland und das Bestreben, die nationale Identität zu stärken. Die Neuregelung könnte zudem die Sprachsituation in Regionen mit hohem russischsprachigen Anteil beeinflussen und Debatten über Minderheitenrechte in der Ukraine neu entfachen.
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