Der Staatshaushalt 2026 unter Kritik: welche Risiken der Rechnungshof festgestellt hat.
Der Rechnungshof hat Fragen zum Staatshaushalt für 2026 aufgeworfen
Nach Angaben von inkorr.com: Die Auditoren des Rechnungshofs haben Einwände gegen das Projekt des Staatshaushalts von 2026 erhoben und weisen auf erhebliche Risiken bei seiner Umsetzung hin. Sie betonten die erhebliche Abhängigkeit des Finanzsystems von externen Hilfen, mögliche Einnahmerückgänge und die Intransparenz einzelner Ausgabenposten.
Schätzungen zufolge sollen die Einnahmen des Staatshaushalts 5,45 Billionen UAH betragen, während die Ausgaben 4,8 Billionen UAH erreichen. Dabei ist geplant, bis zu 40% der geplanten Einnahmen aus internationaler Hilfe zu erhalten. Experten warnen vor möglichen Verzögerungen bei der Erfüllung der Bedingungen für den Erhalt dieser Mittel sowie vor einer möglichen Reduzierung der Unterstützung durch internationale Partner. Es wird erwartet, dass das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts nur 2,4% betragen wird, was der niedrigste Wert in den letzten drei Jahren ist.
Zu den Einnahmequellen hat die Regierung Indikatoren berücksichtigt, die den Auditoren zufolge überhöht oder unbegründet sein könnten. Zum Beispiel sind dies 60 Milliarden UAH durch die Verbesserung der Effizienz der Staatlichen Zollbehörde, 26 Milliarden UAH durch die Eintreibung von Steuerschulden und über 22 Milliarden UAH durch Änderungen im Steuergesetz, die noch nicht verabschiedet wurden. Insgesamt könnten die realen Einnahmen unter Berücksichtigung der Inflation um 1,1% sinken.
Die geplanten Ausgaben des Haushalts sollen um 9,6% steigen und 4,8 Billionen UAH betragen, aber unter Berücksichtigung der Inflation wird ihre tatsächliche Summe um 2,4% sinken. Die meisten Mittel werden für den Sicherheits- und Verteidigungssektor bereitgestellt - 2,8 Billionen UAH, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 6,4% entspricht.
Für den sozialen Schutz sind 481 Milliarden UAH geplant. Die Auditoren warnen jedoch vor der Möglichkeit eines Defizits im Verteidigungsbereich, insbesondere für Zahlungen an Militärangehörige, das 90 Milliarden UAH erreichen könnte.
Insgesamt weist die Analyse des Rechnungshofs auf erhebliche Risiken und Mängel im geplanten Haushaltsgesetz für 2026 hin, insbesondere auf eine unzureichende finanzielle Stabilität, mögliche Probleme mit den Einnahmen und unbegründete Indikatoren. Es wurde auch ein wahrscheinliches Defizit im Verteidigungsbereich festgestellt.
Somit unterstreicht die Prüfung des Rechnungshofs die Bedeutung einer sorgfältigen Planung des Staatshaushalts, da die Stabilität der Wirtschaft und der sozialen Sicherheit im Land von seiner erfolgreichen Umsetzung abhängt. Die Minimierung von Risiken und die Kontrolle der Haushaltsumsetzung bleiben die Hauptaufgaben der Regierung in den kommenden Jahren.
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