RegioJet will Zugverbindung bis nach Uschhorod verlängern – Nachfrage auf der Strecke hat sich verdoppelt.

RegioJet will Zugverbindung bis nach Uschhorod verlängern – Nachfrage auf der Strecke hat sich verdoppelt
RegioJet will Zugverbindung bis nach Uschhorod verlängern – Nachfrage auf der Strecke hat sich verdoppelt

Ausbau der Strecke Prag – Tschop

Nach Angaben von Novyny.live: Der Bahnbetreiber RegioJet beabsichtigt, den Zuglauf von Prag über Tschop bis nach Uschhorod auszudehnen. Grund dafür ist die stark gestiegene Nachfrage auf dieser Verbindung. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Betriebsjahr 75.000 Fahrgäste, im zweiten Jahr waren es bereits über 105.000. Aufgrund dieser positiven Entwicklung möchte RegioJet das Angebot weiter ausbauen und nach neuen Möglichkeiten für eine engere Anbindung an die Ukraine suchen.

Die neu zu befahrende europäische Spurbreite zwischen Tschop und Uschhorod umfasst 22 Kilometer. Um den Service zu verbessern, wurde die Zahl der Waggons auf der Strecke in die Ukraine von drei auf vier erhöht, wodurch die Sitzplatzkapazität von 200 auf 260 Plätze stieg. Die Ticketpreise bei RegioJet beginnen bei 19,60 Euro, was umgerechnet rund 1.000 ukrainischen Griwna entspricht.

Anbindung an die Ukraine

Die Direktverbindung Prag – Košice – Tschop verknüpft die Ukraine mit Städten in der Slowakei und Tschechien. Die geplante Einführung des Zuges Kiew – Berlin durch RegioJet wurde hingegen verschoben, da der Umsteigeterminal am Bahnhof Mostyska II noch nicht fertiggestellt ist. Für die Einreise nach Tschechien benötigen Ukrainer ab April 2026 einen biometrischen Reisepass, der mindestens 180 Tage über das Ausreisedatum hinaus gültig ist.

„RegioJet entwickelt seine Strecken konsequent weiter und verbessert den Service, um auf die Wünsche der Fahrgäste und die sich verändernde Nachfrage im Verkehrssektor zu reagieren.“ – Radim Jančura

Der Anstieg der Fahrgastzahlen auf der Strecke Prag – Tschop zeigt, dass sich die Verbindungen zwischen der Ukraine und europäischen Ländern verbessern. Davon könnten künftig noch mehr Reisende und Geschäftsleute in der Region profitieren. Die Verzögerung bei der Aufnahme des Zuges Kiew – Berlin macht jedoch deutlich, dass Infrastrukturprojekte abgeschlossen werden müssen, um einen reibungslosen grenzüberschreitenden Verkehr zu gewährleisten.


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