Treibstoffpreise in der Ukraine: Wann ist mit einer Entspannung zu rechnen?.
Steigende Kraftstoffkosten in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Autofahrer in der Ukraine beklagen sich über einen plötzlichen und deutlichen Anstieg der Spritpreise. Dieser Preissprung ist vor dem Hintergrund militärischer Auseinandersetzungen im Nahen Osten zu sehen, insbesondere nach Angriffen auf Ölterminals durch den Iran am 3. März 2023. Experten geben jedoch Entwarnung und rechnen mit einer baldigen Stabilisierung der Lage.
Konkrete Preisentwicklung
Am 3. März 2023 verteuerten sich Kraftstoffe in der Ukraine um 5 bis 7 Hrywnja pro Liter. Die Preise lagen bei:
- Benzin A-95: 68,99 UAH/l
- A-95+: 71,99 UAH/l
- A-98/A-100: 78,99 UAH/l
- Dieselkraftstoff: 68,99 UAH/l
- Autogas: von 40,98 bis 40,99 UAH/l
Bereits seit Anfang März hatte die Tankstellenkette UPG die Preise um 3 UAH/l angehoben. Die Netze OKKO und WOG zogen ab dem 18. Februar 2023 mit Erhöhungen von 5 UAH/l für Benzin und Diesel nach. Insgesamt summierten sich die Preiserhöhungen bei UPG seit Mitte Februar auf bis zu 5 UAH/l.
„Benzin ist gestern um 1 Hrywnja und heute noch einmal um 2 Hrywnja teurer geworden“, stellte der Experte Serhij Kujun fest.
Doch er äußerte sich auch optimistisch für die Zukunft: „Die Ölpreise haben bereits begonnen, nach unten zu rutschen. Daher gehe ich davon aus, dass die Kraftstoffpreise sehr bald zu fallen beginnen.“
Die massiven Preisänderungen am 3. März sind vor allem auf externe Faktoren zurückzuführen, insbesondere auf kriegerische Handlungen, die den globalen Ölmarkt erschütterten. Ein Hoffnungsschimmer könnte jedoch von der Ölförderallianz OPEC+ ausgehen. Diese plant ab April 2023, die tägliche Fördermenge um 206.000 Barrel zu erhöhen, was sich dämpfend auf das Preisniveau auswirken könnte.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Obwohl die Treibstoffpreise in der Ukraine derzeit hoch sind, rechnen Fachleute mit einer Beruhigung des Marktes. Verbraucher können auf eine baldige Trendwende hoffen. Entscheidend wird die weitere Entwicklung auf dem Weltölmarkt sein, der die Preise in der Ukraine maßgeblich beeinflusst. Die geplante Produktionssteigerung der OPEC+ könnte ein erstes positives Signal für alle sein, die auf sinkende Kosten und mehr Stabilität hoffen.
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