Milliardenwäsche-Vorwürfe: Die ukrainische Notenbank belegt EasyPay und City24 mit Rekordstrafen.

Milliardenwäsche-Vorwürfe: Die ukrainische Notenbank belegt EasyPay und City24 mit Rekordstrafen
Milliardenwäsche-Vorwürfe: Die ukrainische Notenbank belegt EasyPay und City24 mit Rekordstrafen

Verdacht gegen Zahlungsterminal-Betreiber

Nach Angaben von Novyny.live: Die beiden Unternehmen EasyPay und City24, die in der Ukraine Zahlungsterminals betreiben, stehen im Verdacht, Geldwäsche betrieben zu haben. Bei Prüfungen durch die ukrainische Nationalbank (NBU) kamen zahlreiche Verstöße ans Licht. Dazu zählen eine unzureichende Überprüfung von Kundenunterlagen sowie anonyme Transaktionen mit hohen Geldbeträgen. Monatlich fließen durch diese Systeme rund eine Milliarde US-Dollar in bar – ein Volumen, das erhebliche Zweifel an der Legalität der Geschäfte aufkommen lässt.

Wie die NBU mitteilte, haben die Firmen die Identität ihrer Kunden nur ungenügend geprüft. Das könnte Finanzdelikte begünstigt haben. Die gesetzliche Grenze für anonyme Zahlungen liegt bei umgerechnet 5.000 ukrainischen Griwna – das erlaubt es, auch größere Summen zu bewegen, ohne den Urheber zu kennen. Dadurch entstehen Schlupflöcher für Transaktionen mit Geldern unklarer Herkunft.

Kontrollmängel und Konsequenzen

Zusätzlich stellte die NBU Abweichungen zwischen der Zahl der abgewickelten Transaktionen und den Aufzeichnungen der Überwachungskameras fest. Die Eigentümer der Terminalnetze müssen nun Strafzahlungen in Höhe von 270 Millionen Griwna leisten. Fast 95 Prozent aller Transaktionen an den Geräten sind Aufladungen von Privatpersonen-Karten – ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig eine lückenlose Überwachung der Geldströme ist. Die NBU kündigte an, die Aktivitäten der Zahlungsdienstleister weiter zu beobachten, um künftigen Missbrauch zu unterbinden.

Dieser Fall zeigt, wie dringend eine strengere Kontrolle von Finanztransaktionen in der Ukraine ist – besonders angesichts der bestehenden Risiken durch Geldwäsche.

Die aufgedeckten Verstöße könnten weitreichende Folgen haben – nicht nur für die Betreiber der Zahlungssysteme, sondern auch für die gesamte finanzielle Stabilität des Landes, falls nicht angemessene Maßnahmen zur Verbesserung der Aufsicht und zur Verhinderung von Finanzkriminalität ergriffen werden.


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