Eltern mit geflüchteten Kindern profitieren von neuen Sozialregeln: Ihr Gehalt zählt nicht mehr.
Neuordnung der Hilfen für Binnenflüchtlinge
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat die Kriterien für die Wohnkostenbeihilfe für Binnenvertriebene (engl. Internally Displaced Persons, IDPs) grundlegend überarbeitet. Besonders Familien mit Kindern profitieren von der Neuregelung. Das entscheidende Detail: Das Einkommen der Eltern wird bei der Berechnung der Unterstützung für ihre Kinder nicht mehr berücksichtigt. Dadurch soll der Zugang zu staatlicher Hilfe für diese besonders schutzbedürftige Gruppe erleichtert werden.
Nach den neuen Bestimmungen prüft der Staat die wirtschaftliche Lage eines Haushalts anhand folgender Kriterien:
- Immobilienbesitz außerhalb der Kampfzone;
- Bankguthaben mit hohen Beträgen oder Festgelder;
- Großanschaffungen wie Autos oder Grundstücke.
Der Zeitpunkt des Zahlungsbeginns richtet sich nach dem Antragsdatum. Wer seinen Antrag vor dem 1. Juni 2026 einreicht, erhält die Leistungen rückwirkend ab dem 1. Februar 2026. Dies gibt den Betroffenen Planungssicherheit.
Wichtig zu wissen: Es gibt keine automatische Wiederbewilligung für Familien, die ihre Zahlungen zuvor aufgrund eines zu hohen Einkommens verloren haben. Sie müssen jedoch nicht aufgeben. Die zuständige Behörde, die Pensionskasse der Ukraine, erläutert das Verfahren:
„Familien, die ihre Leistungen wegen Überschreitung der Einkommensgrenze verloren haben, sollten sich an die Pensionskasse der Ukraine wenden und einen entsprechenden Antrag stellen, um ihren Anspruch auf die Beihilfe erneut prüfen zu lassen.“Dieser Schritt ist notwendig, um die Unterstützung wiederzuerlangen.
Weitere finanzielle Hilfen und Bezugsmöglichkeiten
Darüber hinaus gibt es spezielle Leistungen für bestimmte Personengruppen. Frauen, die den Ehrentitel „Mutter-Heldin“ tragen, können eine einmalige Zahlung in Höhe von 33.280 Hrywnja beantragen. Auch Menschen mit Behinderungen haben Anspruch auf eine monatliche Unterstützung von bis zu 960 Hrywnja. Diese Beträge sollen die existenzielle Grundsicherung verbessern.
Die Anträge können auf mehreren Wegen gestellt werden: persönlich in jedem Servicezentrum der Pensionskasse der Ukraine, über die Verwaltungsdienstleistungszentren (ZNAP) oder die örtlichen Behörden. Auch der Postweg per offiziellem Einschreiben ist möglich. Die neuen Regelungen zielen darauf ab, die Lebensbedingungen der Binnenvertriebenen zu verbessern und sind ein bedeutender Schritt zur Stärkung der sozialen Gerechtigkeit im Land. Die Vereinfachung des Verfahrens soll den Zugang zu den dringend benötigten Mitteln erleichtern, auch wenn der erneute Prüfungsprozess für manche Familien eine zusätzliche Hürde darstellen mag.
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