Hunderte Tausende Kiewer frieren: Russland zerstört Heizkraftwerk bei eisigen Temperaturen.
Zielscheibe der Zivilbevölkerung
Nach Angaben von TSN.ua: In der Nacht zum 3. Februar griffen russische Streitkräfte das Heizkraftwerk Darnyzja in Kiew an und verursachten erhebliche Schäden. Der Angriff erfolgte bei Rekordfrost von bis zu -25°C. Hunderttausende Einwohner der Hauptstadt waren in der Folge ohne Heizung, was die Menschen in eine lebensbedrohliche Situation brachte. Solche Angriffe auf die kritische Infrastruktur sind ein wiederkehrendes Muster in diesem Krieg.
Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal betonte, dass das Darnyzja-Kraftwerk ausschließlich der zivilen Wärmeversorgung dient und kein militärisches Ziel ist. Er verurteilte den Beschuss als weiteren Kriegsverbrechen Russlands. Zur Schadensbewertung laufen bereits detaillierte technische Untersuchungen, parallel wurde ein Plan für die Wiederherstellung der Anlage erstellt.
Kampf gegen die Kälte
Der gezielte Schlag gegen die Energieversorgung inmitten eines strengen Winters unterstreicht die brutale Taktik, die Zivilbevölkerung gezielt leiden zu lassen. Der anhaltende Krieg hat die zivile Infrastruktur systematisch geschwächt, was besonders bei extremen Wetterbedingungen die Sicherheit und den Komfort der Menschen massiv gefährdet.
- Die Reparatur der beschädigten Anlagen ist überlebenswichtig, um die Grundversorgung der Bevölkerung mit Wärme und Energie sicherzustellen.
Lesen Sie auch
- 920 Millionen Euro von der EU für den Winter: Schmyhal beziffert weiteren Finanzbedarf der Ukraine
- Ukrainische Abgeordnete erhalten eine Gehaltserhöhung von 8.000 bis 9.000 Hryvnias: Das verdienen sie jetzt
- Gehälter im Mai: Ukrainischer Premier Schmyhal verdient knapp 129.000 Griwna
- Vier Stufen der Energieunabhängigkeit: Das neue Programm der Ukraine im Überblick
- Neue Gasroute durch die Ukraine: Ankara und Kiew loten gemeinsame Pläne aus
- Spezialbesprechung bei Selenskyj: Neue Weichen für Luftabwehr, Gefangenenaustausch und Energie

