Schwere Schäden an der Tschonhar-Brücke: Brennstoff- und Lebensmittelnotstand auf der Krim.
Lage auf der Krim
Nach Angaben von UATV: Die ukrainischen Streitkräfte haben die Tschonhar-Brücke schwer getroffen, was zur vollständigen Sperrung der Verbindung zwischen der Region Cherson und der Krim führte. Die Schäden traten erstmals am 7. Juni auf, weitere Treffer folgten in der Nacht zum 9. Juni. Infolgedessen untersagte die russische Militärführung den Transport von Militärgütern auf der Route Mariupol – Berdjansk – Melitopol – Simferopol. Die Lage auf der Halbinsel spitzt sich durch eine akute Treibstoffknappheit und beginnende Lebensmittelengpässe weiter zu.
Benzinmangel und leere Regale
Seit Ende Mai herrscht auf der Krim eine Treibstoffkrise, die den Verkauf von Benzin auf maximal 20 Liter pro Tank begrenzt. Einheimische kämpfen mit erheblichen Versorgungsproblemen. Hinzu kommt ein zunehmender Mangel an Grundnahrungsmitteln – betroffen sind unter anderem:
- Zucker
- Reis
- Buchweizen
- Salz
- Mehl
- Öl
- Nudeln
Die Kertsch-Brücke arbeitet aufgrund früherer Explosionen nicht mit voller Kapazität, was die Transportlogistik zusätzlich belastet. Der Lkw-Verkehr auf der Strecke Mariupol – Berdjansk – Melitopol – Simferopol ist um 71 % eingebrochen. Andrij Kowalenko erklärte dazu:
'Die Tschonhar-Brücke ist vollständig zerstört, die russischen Behörden versuchen, die Lage im vorübergehend besetzten Krim zu vertuschen.'Ein Soldat mit dem Rufnamen 'Profi' bestätigte die Ernsthaftigkeit der Situation mit den Worten: 'Wir können das wiederholen.'
Die aktuellen Entwicklungen auf der Krim sind nicht nur durch zerstörte Infrastruktur geprägt, sondern auch durch eine tiefgreifende wirtschaftliche Notlage, die den Alltag der Bewohner massiv erschwert. Der eingeschränkte Zugang zu Treibstoff und Lebensmitteln könnte zu sozialen Unruhen oder wachsender Spannung in der Bevölkerung führen.
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