Großangriff auf die Ukraine: Kiew und zahlreiche Regionen getroffen – schwere Schäden in Dnipro und Charkiw.
Ukraine unter Beschuss: Kiew und mehr als zehn Gebiete betroffen
Nach Angaben von UATV: Am 2. Juni 2023 weitete Russland seinen Angriff auf die Ukraine massiv aus. Neben der Hauptstadt Kiew wurden über zehn weitere Regionen ins Visier genommen. Dazu zählen die Gebiete:
- Dnipropetrowsk
- Saporischschja
- Charkiw
- Donezk
- Mykolajiw
- Poltawa
- Sumy
- Tschernihiw
- Chmelnyzkyj
Diese koordinierte Attacke traf nicht nur Wohngebäude, sondern auch kritische Infrastruktur und Unternehmen. Besonders betroffen waren dicht besiedelte Stadtviertel.
Bilanz der Zerstörung: Zerstörte Häuser und verletzte Zivilisten
In Dnipro wurden sieben Hochhäuser komplett zerstört, etwa 50 weitere erlitten Schäden. Über 90 Wohnungen sind unbewohnbar. Die Wucht der Explosionen zertrümmerte mehr als 2000 Fensterscheiben und beschädigte rund 30 Autos. Besonders tragisch: Bei einem Treffer auf ein neunstöckiges Wohnhaus wurden zwei Kinder verletzt.
Charkiw meldete Schäden an zehn Wohngebäuden. 14 Menschen, darunter ein Kind, wurden verletzt. Die russische Armee setzte bei diesem Angriff 15 Kampfdrohnen des Typs 'Geran-2' sowie zwei Raketen ein. Eine Anwohnerin schildert die panikartigen Szenen:
„Als die erste Rakete einschlug, bin ich aufgewacht. Beim zweiten Einschlag fielen bereits die Scheiben, von oben tropfte Wasser. Ich zog einen Bademantel über den Schlafanzug und rannte raus. Später schüttelte ich ihn aus – er war voller Splitter.“ – Ljudmyla, Bewohnerin von Charkiw
In Saporischschja waren über 20 Detonationen zu hören. Vier Hochhäuser wurden beschädigt. Im Gebiet Chmelnyzkyj brach an vier Stellen Feuer aus. In Sumy griffen russische Truppen am Morgen des 2. Juni Wohngebiete an, drei Personen wurden verletzt. Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, berichtete:
„Zehn Wohnhäuser sind beschädigt, ein Einfamilienhaus wurde zerstört, Fenster einer Schule und eines Kindergartens sind zerbrochen. Unsere kommunalen Dienste sind in allen betroffenen Stadtteilen im Einsatz.“
Die Lage in den Regionen bleibt angespannt. Rettungskräfte arbeiten unter Hochdruck, um die Folgen zu beseitigen. Der Feuerwehrmann Roman Wowk schildert einen gefährlichen Einsatz: „Ein 'Schahid' schlug auf dem Dach eines Hauses ein, detonierte aber nicht. Unser Trupp blieb vor Ort, bis die Spreng- und Zündeinheit entfernt war.“
Diese Ereignisse verdeutlichen die anhaltende Schwere des Konflikts. Die Angriffe treffen nicht nur die Infrastruktur, sondern vor allem die Zivilbevölkerung. Die Zerstörung von Wohnhäusern und öffentlichen Einrichtungen zeigt, wie dringend humanitäre Hilfe und Wiederaufbaumaßnahmen benötigt werden. Für die Menschen in den am stärksten betroffenen Gebieten bedeutet jeder neue Angriff eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben.
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