Angriff auf die 'Druschba'-Pipeline: Lage nach russischem Beschuss in Brody.
Feuer nach Raketenangriff: Russland trifft erstmals die 'Druschba'-Pipeline
Nach Angaben von TSN.ua: Bei einem russischen Angriff auf die Infrastruktur in Brody, Oblast Lwiw, ist am 27. Januar 2026 ein Brand ausgebrochen. Es handelt sich bereits um den 15. gezielten Angriff auf Anlagen der Naftohaz-Gruppe seit Anfang Januar. Diesmal wurde wahrscheinlich erstmals die Infrastruktur der wichtigen 'Druschba'-Ölpipeline getroffen. Die örtlichen Behörden riefen die Bevölkerung auf, das Aufenthalt im Freien einzuschränken, und verlegten den Schulunterricht auf Fernlehre.
In der Folge wurden in Brody leicht erhöhte Konzentrationen von Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und Russ gemessen. Der Gouverneur der Oblast Lwiw, Maksym Kosyzkyj, betonte jedoch, dass diese Werte keine Gesundheitsgefahr darstellen. Die Lage sei unter Kontrolle und die Strahlungswerte normal. Solche Angriffe auf kritische Infrastruktur sind ein zentraler Bestandteil der russischen Kriegsführung.
Einsatzkräfte vor Ort und Verhaltenshinweise
Rettungskräfte des Katastrophenschutzes (DSNS) sind im Einsatz, um die Brandfolgen zu beseitigen. Der Unterricht an allgemeinbildenden Schulen wurde für den 27. und 28. Januar auf Distanz umgestellt. Die Lokalbehörden gaben folgende Verhaltensempfehlungen für Anwohner aufgrund von Rauch und Feuer heraus:
- Fenster und Türen dicht geschlossen halten;
- Nur im dringenden Notfall das Haus verlassen;
- Bei Aufenthalten im Freien eine angefeuchtete Maske oder einen Atemschutz verwenden.
Es wurden keine Opfer oder Verletzten gemeldet. Die Lage in der Region wird von den zuständigen Diensten kontrolliert.
Der Angriff auf die 'Druschba'-Pipeline unterstreicht das strategische Ziel Russlands, die ukrainische Energieinfrastruktur zu destabilisieren. Diese Pipeline ist ein wichtiger Transitkorridor für Öllieferungen nach Europa. Schäden daran können daher auch Auswirkungen auf die europäische Energieversorgung haben. Angesichts der Häufung solcher Attacken bleibt die weitere Entwicklung der Lage genau zu beobachten.
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