Schwere Angriffe auf Gasinfrastruktur: Russische Raketen treffen „Naftogaz“-Anlagen in zwei Regionen.
Gezielte Schläge gegen die Energieversorgung
Nach Angaben von Novyny.live: Die russischen Streitkräfte haben in den letzten zwei Tagen massive Angriffe auf Produktionsstätten des staatlichen Energiekonzerns „Naftogaz Ukraine“ in den Gebieten Charkiw und Poltawa geflogen. Dabei kamen mindestens vier ballistische Raketen zum Einsatz, von denen einige mit Streumunition bestückt waren. Ein Schichtbus wurde durch Trümmerteile beschädigt, doch die Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens verhinderten nach Angaben der Verantwortlichen Personenschäden.
Serhij Korezkyj, ein Sprecher des Konzerns, erklärte: „In den vergangenen zwei Tagen wurden mindestens vier ballistische Raketen abgefeuert, darunter solche mit Streu- oder Kassettengefechtsköpfen, sowie Drohnen.“
Die Explosionen beschädigten einen Bus, der Mitarbeiter transportierte. „Es gibt Zerstörungen, die Folgen der Attacke werden derzeit bewertet. Dank der konsequent umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen gab es keine Verletzten unter unseren Kollegen“, fügte Korezkyj hinzu. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur zeigen eine gefährliche Eskalation der Kampfhandlungen.
Charkiw unter Dauerbeschuss: Wohngebiete und Tankstellen getroffen
Neben den gezielten Attacken auf die „Naftogaz“-Anlagen gab es weitere russische Angriffe im Großraum Charkiw. In der Gemeinde Solonyziwka im Rajon Charkiw wurden zwei Tankstellen bombardiert. Eine davon wurde vollständig zerstört, es brach ein Feuer auf einer Fläche von 400 Quadratmetern aus. Bei der zweiten Tankstelle wurde der Kassenraum beschädigt, ein Brand konnte jedoch verhindert werden.
Am 26. Juni griffen russische Truppen die Stadt Charkiw zudem mit FPV-Drohnen an. Am selben Tag traf eine Drohne ein mehrstöckiges Wohnhaus in Isjum. Dabei kam eine 79-jährige Frau ums Leben, drei weitere Bewohner wurden verletzt. Die Druckwelle beschädigte neun Fahrzeuge. Diese Vorfälle unterstreichen die anhaltende Bedrohung der Zivilbevölkerung durch den russischen Beschuss. Ukrainische Einsatzkräfte sind weiterhin dabei, die Schäden zu begutachten und die Sicherheitslage zu bewerten.
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