Russland erlaubt Verkauf von giftigem Benzin: Schwefelgehalt 15-fach über dem Grenzwert.
Neue Kraftstoffstandards in Russland
Nach Angaben von Novyny.live: Die russische Regierung hat eine Ausnahmeregelung erlassen, die es Raffinerien gestattet, Benzin und Diesel mit einem erhöhten Schwefelgehalt herzustellen. Auslöser dieser Entscheidung waren ukrainische Drohnenangriffe auf Erdölraffinerien im Laufe des Jahres 2026. Diese Angriffe gefährdeten die Stabilität der Treibstoffversorgung auf dem russischen Binnenmarkt massiv.
Ab dem 1. Mai 2026 werden die temporären Qualitätsvorschriften für Kraftstoffe verlängert. Sie erlauben nun einen Schwefelgehalt von bis zu 150 Teilen pro Million im Benzin. Zum Vergleich: In Indien, China und den europäischen Ländern liegt der zulässige Höchstwert rund 15-mal niedriger. Moskau sieht diesen Schritt als notwendiges Übel, um das Gleichgewicht auf dem heimischen Markt zu wahren. Bereits ab dem 12. Juni 2026 gelten in der Republik Udmurtien vorübergehende Abgabebeschränkungen für die Benzinsorten AI-92 und AI-95.
Probleme mit der Treibstoffqualität
Von den insgesamt 31 Raffinerien in Russland ist nur etwa ein Drittel modernisiert. Diese Zahl verdeutlicht die tiefgreifenden Schwierigkeiten bei der Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigem Kraftstoff. Den Russen wird nun giftiger, minderwertiger Sprit verkauft, was schwerwiegende Folgen für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen haben könnte. Die Behörden reagieren damit auf den dringenden Handlungsbedarf, der durch externe Einflüsse auf die Treibstoffproduktion entstanden ist.
Dieser Beschluss spiegelt die ernsten Herausforderungen wider, denen sich die russische Wirtschaft, insbesondere im Energiesektor, gegenübersieht.
Ein erhöhter Schwefelgehalt im Treibstoff kann nicht nur die Umwelt belasten, sondern auch die Lebensqualität der Bevölkerung spürbar verschlechtern. Angesichts des eingeschränkten Zugangs zu sauberen Kraftstoffen und modernen Technologien wird Russland gezwungen sein, neue Wege zur Sicherung der Stabilität seines Inlandsmarktes zu finden.
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