Experte: Russland könnte wirtschaftlich von Irans Schwächung profitieren.
Wie sich Irans Rückschläge auf Russland auswirken könnten
Nach Angaben von UATV: Der Experte Oleg Sarkiz äußerte sich zu den möglichen Folgen von Rückschlägen für den Iran und sieht darin einen potenziellen wirtschaftlichen Vorteil für Russland. Hintergrund ist, dass China nach neuen Bezugsquellen für Öl sucht. Zu Beginn des großangelegten Angriffskriegs gegen die Ukraine war Russland noch stark auf iranische Waffenlieferungen angewiesen, was die Bedeutung der militärischen Kooperation zwischen beiden Ländern unterstreicht.
Sarkiz wies zudem darauf hin, dass Russland weiterhin Komponenten für die Drohnenproduktion aus China und anderen Ländern, einschließlich des Iran, bezieht. Seiner Einschätzung nach wird der mögliche Wegfall iranischer Lieferungen jedoch die Kriegsfähigkeit Russlands nicht beeinträchtigen.
„Die Produktionskapazitäten sind bereits im Land selbst lokalisiert“, so der Experte.
China werde das entstehende Defizit ausgleichen, so Sarkiz, und Russland könne sein Exportpotenzial sogar steigern, wenn der Iran als Lieferant ausfällt. Allerdings hatte China zuvor täglich etwa 2 Millionen Barrel Öl aus dem Iran bezogen. Russland verliert gleichzeitig teilweise Absatzmengen auf dem indischen Markt, was sich negativ auf seine Wirtschaftsdaten auswirken könnte.
Militärpartnerschaft zwischen Moskau und Teheran
Russland seinerseits lieferte an den Iran Systeme wie die S-300 und S-400 sowie andere Waffen – ein weiteres Indiz für die enge militärische Zusammenarbeit.
„Wie effektiv das sein wird, wird die weitere Entwicklung der Lage zeigen“, fasste Oleg Sarkiz zusammen und betonte damit die Ungewissheit des künftigen Geschehens in diesem Bereich.
Der mögliche Ausfall des Iran als Partner könnte die Dynamik der Beziehungen zwischen Russland und China sowie die regionale Sicherheit erheblich verändern. Da China nach Alternativen für seine Ölversorgung sucht, eröffnen sich für Russland im Energiesektor neue Chancen. Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch die verlorenen Absatzmengen in Indien muss Moskau jedoch seine Exportstrategie anpassen, um die Stabilität seiner Wirtschaft zu wahren. Die geopolitischen Verschiebungen im Gefolge des Ukraine-Kriegs zeigen hier ihre komplexen Auswirkungen.
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