Neue russische Taktik: Angriffe auf den Nachschub der Ukraine entlang des Siwerskyj Donez.
So geht der Gegner vor
Nach Angaben von TSN.ua: Die russischen Streitkräfte versuchen, die Versorgungswege der ukrainischen Armee am Fluss Siwerskyj Donez zu kappen. Dazu setzen sie vermehrt gelenkte Fliegerbomben (KAB) und Angriffsdrohnen ein. Ihr Ziel ist es, mit kleinen Gruppen in ukrainisch kontrolliertes Gebiet einzudringen und die Städte Slowjansk, Lyman und Kramatorsk zu terrorisieren. Direkte Gefechte mit der ukrainischen Infanterie meiden sie dabei weitgehend.
Oberst Dmytro Jaroschenko, Kommandeur der 117. Brigade der Territorialverteidigung, berichtet von schweren Verlusten des Feindes bei dessen Durchbruchsversuchen.
„Nur 30 Prozent konnten sich zurückziehen,“so Jaroschenko. Er betont damit die hohe Effektivität der ukrainischen Abwehr in diesem Abschnitt. Die Besatzungen der Abfangjäger der 117. Brigade sind rund um die Uhr im Einsatz, was die feindliche Aktivität deutlich reduziert.
Drohnen über ukrainischen Städten
Russische Drohnen, insbesondere die Modelle „Sala“ und „Molnija“, greifen gezielt zivile Infrastruktur an und richten in den von der Ukraine kontrollierten Städten großen Schaden an. Dies zeigt, dass der Aggressor nicht nur dem Militär, sondern auch der Zivilbevölkerung maximale Verluste zufügen will.
Als Reaktion auf diese Bedrohung zerstört die 117. Brigade aktiv feindliche Drohnen, darunter „Schahid“, „Gerbera“ und „Molnija“.
„Dies ist ein Krieg der Drohnen gegen Drohnen. Unser Ziel ist es, alles zu tun, damit die russischen Fluggeräte nur noch als Schrott auf dem Boden landen,“erklärte der Militärjournalist „Mobil“.
Trotz dieser anhaltenden Angriffe halten die ukrainischen Kräfte ihre Stellungen und wehren die Versuche der Russen ab, die Logistik über den Siwerskyj Donez zu zerstören. Im modernen Krieg wird das Zusammenspiel zwischen Kampfeinheiten und der Einsatz neuester Technologien, wie Drohnen, zum entscheidenden Faktor im Ringen um die Kontrolle über das Territorium.
Die Lage im Osten der Ukraine bleibt äußerst angespannt. Die ständigen Angriffe der russischen Armee zur Destabilisierung der Region zeigen, dass der Konflikt unvermindert weitergeht. Der massive Einsatz von Drohnen und anderen Hightech-Waffen verändert die Art der Kampfhandlungen grundlegend. Die erfolgreiche Verteidigung durch die ukrainischen Streitkräfte beweist jedoch ihre Fähigkeit, sich diesen neuen Herausforderungen anzupassen. Dabei geht es nicht nur um militärische Strategie, sondern auch um den Schutz der Zivilbevölkerung, was die humanitäre Dimension dieses Krieges unterstreicht.
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