Goncharenko: Warum Russland Odessa und Mykolajiw niemals einnehmen wird.
Analyse der Frontlage durch Alexej Goncharenko
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Abgeordnete Alexej Goncharenko hält einen Durchbruch russischer Truppen nach Odessa, Mykolajiw oder an die moldauische Grenze für unmöglich. Seiner Einschätzung nach fehlen Russland dafür schlicht die realen militärischen Kapazitäten. Auch das Angriffstempo der russischen Streitkräfte im Osten der Ukraine bleibe extrem niedrig, was auf erhebliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung ihrer Kriegspläne hindeute.
Goncharenko verwies als Beispiel auf die Schlacht um die Stadt Pokrowsk. Seit etwa 15 Monaten versuche die russische Armee bereits, die Stadt einzunehmen. In den letzten Monaten habe ihr Vorankommen jedoch nur wenige hundert Meter, manchmal einige Kilometer betragen.
'Das sind absolut klägliche Ergebnisse', betonte er.Vor Beginn des großangelegten Krieges lebten in Pokrowsk etwa 100.000 Menschen.
Strategische Fehlkalkulationen und immense Verluste
Goncharenko wies zudem auf die enormen Verluste hin, die Russland seit der Invasion erlitten hat. Demnach hat Russland über eine Million Soldaten verloren – mehr als jedes andere Land in einem Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg. Diese Zahlen verdeutlichen die außergewöhnliche Brutalität dieses Krieges.
'Niemand kann einen solchen Krieg auch nur ein paar Jahre führen, geschweige denn hundert. Daher gibt es keine Chance, Mykolajiw oder Odessa zu erobern', fasste Goncharenko zusammen.
Dank der Aktionen der ukrainischen Streitkräfte sei die russische Macht im Schwarzen Meer praktisch gebrochen, was die strategischen Optionen des Angreifers weiter einschränke. Die Lage an der Front zeige, dass die ukrainischen Verteidiger russische Offensivbemühungen weiterhin wirksam abwehren können.
Die Ausführungen Goncharenkos unterstreichen die massiven Probleme und Verluste der russischen Truppen. Diese Faktoren könnten künftige strategische Entscheidungen des Kremls beeinflussen, da die Dauer und Intensität des Konflikts die Effektivität der russischen Militäroperationen in Frage stellen. Die ukrainischen Streitkräfte demonstrieren indes weiterhin ihre Fähigkeit, den Angreifer erfolgreich zu binden – ein entscheidender Faktor für alle künftigen militärischen und politischen Szenarien in der Region.
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