Putins neues Ultimatum für den Donbas: Warum die Frist nicht zu halten ist.
Ein unrealistisches Ziel: Russlands neuer Termin für die Eroberung des Donbas
Nach Angaben von UATV: Die russische Militärkampagne in der Ukraine hat bislang keine entscheidenden Erfolge gebracht. Seit Anfang November 2022 haben die Invasoren ihre Angriffe zwar intensiviert, doch ihre gesteckten Ziele erneut verfehlt. Nun hat der Kreml einen neuen Stichtag für die vollständige Einnahme der ostukrainischen Region Donbas ausgegeben: den 1. April 2023.
Die Lage an der Front
Die russische Sommer-Herbst-Offensive, die von April bis Ende Oktober 2022 andauerte, brachte nicht die erhofften Resultate. Die erste Phase der aktuellen Operation läuft bereits seit etwa einem Monat, doch die Ergebnisse bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Militärexperten bewerten die Lage als festgefahren.
«Die strategische Sommeroffensive, geplant nach Ressourcen und Zeitplan, ist gescheitert» - Pawel Lakytschuk
Trotz des neuen, von Präsident Wladimir Putin persönlich gesetzten Termins fehlen den Besatzungstruppen greifbare Erfolge. Der pensionierte Generalmajor Mykola Malomush betont: «Die realen Ergebnisse der Besatzer sind nicht vorhanden.» Pawel Lakytschuk verweist darauf, dass «die zweiten und dritten Staffeln, die für die Entwicklung des Erfolgs vorgesehen waren, in den Kämpfen bei Pokrowsk, Konstantyniwka und an der Liman-Front aufgerieben werden.» Dies deutet auf erhebliche operative Schwierigkeiten der russischen Streitkräfte hin, die ihre Fähigkeit zur Erfüllung neuer Vorgaben massiv untergraben. Historisch betrachtet haben sich solche willkürlich gesetzten Eroberungsfristen im Ukraine-Krieg stets als unrealistisch erwiesen.
Die Situation an der Front bleibt äußerst angespannt und offenbart die geringe Effektivität der russischen Führung, die selbst mit verlängerter Frist ihre gestellten Aufgaben nicht umsetzen kann. Die Fortsetzung der Kampfhandlungen, insbesondere im Donbas, unterstreicht die Langlebigkeit dieses Konflikts und die Wahrscheinlichkeit weiterer militärischer Zusammenstöße mit ernsten Folgen für die gesamte Region.
Die ukrainischen Streitkräfte hingegen demonstrieren weiterhin bemerkenswerte Widerstandskraft und die Fähigkeit, der russischen Aggression standzuhalten – ein Faktor, der die strategische Gesamtlage entscheidend beeinflussen wird.
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