Nach gescheiterter Offensive bei Lyman: Russlands Truppen setzen jetzt auf neue Taktiken.
Russische Armee ändert ihre Angriffsstrategie
Nach Angaben von UATV: Nachdem ein Großangriff auf Lyman im Gebiet Donezk gescheitert ist, hat die russische Armee ihre Taktik geändert. Statt großer mechanisierter Vorstöße setzen die Besatzer nun auf kleine Infanteriegruppen. Das erklärte Oleksandr Borodin, Sprecher des 3. Armeekorps. Die Einheiten an diesem Frontabschnitt nutzen inzwischen Quads und Motorräder – ein Zeichen dafür, dass sie sich an die neuen Gefechtsbedingungen anpassen.
Ukrainische Verteidigungskräfte weiterhin aktiv
Gleichzeitig kämpfen die ukrainischen Streitkräfte unvermindert weiter. Sie haben russische Besatzer aus befestigten Stellungen vertrieben und mehrere Ortschaften im Raum Oleksandriwka befreit. Dieses Gebiet liegt an der Schnittstelle der Oblaste Donezk, Dnipropetrowsk und Saporischschja. Diese Erfolge wurden möglich, nachdem die großangelegte russische Offensive auf Kostjantyniwka zum Stillstand gebracht worden war.
„Die Angriffe, die wir zuletzt gesehen haben, und das, was 2022 geschah – diese beweglichen, mechanisierten Blitzoffensiven der Russen – kommen sie teuer zu stehen.“
Oleksandr Borodin
Diese Aussage unterstreicht den Wandel in der russischen Militärstrategie. Die Invasoren versuchen, sich den neuen Gegebenheiten an der Front anzupassen. Angesichts des hartnäckigen Widerstands der ukrainischen Truppen könnte die Taktik kleiner Infanteriegruppen eine neue Phase des Konflikts einläuten.
Die Umstellung der russischen Taktik zeigt, wie sehr sich die Gefechte durch die aktiven Gegenangriffe der Ukrainer verändert haben. Der Verzicht auf große Panzerverbände zugunsten beweglicherer Infanterieeinheiten deutet auf wachsenden Druck auf die russischen Truppen hin. Die ukrainischen Erfolge bei der Rückeroberung von Dörfern wiederum belegen, dass die Verteidiger in bestimmten Frontabschnitten allmählich die Oberhand gewinnen – was den gesamten Kriegsverlauf beeinflussen könnte.
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