Rekordverkauf: Russland stößt binnen sechs Monaten 44 Tonnen Gold ab.
Russlands Goldreserven schrumpfen 2023 drastisch
Nach Angaben von UATV: Die russische Zentralbank hat im ersten Halbjahr 2023 rund 44 Tonnen Gold verkauft – der größte Goldverkauf des Landes seit einem Vierteljahrhundert. Wie das Nachrichtenportal The Moscow Times am 21. Juli 2023 berichtete, übertreffen diese Verkäufe sogar die Mengen während der COVID-19-Pandemie, als die Abgaben fast sechsmal geringer ausfielen. Angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten erreichte das russische Haushaltsdefizit in den ersten sechs Monaten des Jahres fast 6 Billionen Rubel.
Bis zum 1. Juli 2023 sanken die Goldbestände des Landes auf 2.283 Tonnen. Laut einer Analyse von Freedom Global könnte die Zentralbank durch die Goldverkäufe rund 5,6 Milliarden US-Dollar eingenommen haben. Zum Vergleich: Während der Pandemie lagen die Verkaufszahlen deutlich niedriger.
Auswirkungen auf die Finanzlage
Zusätzlich zu den Goldverkäufen haben westliche Staaten russische Vermögenswerte in Höhe von etwa 300 Milliarden US-Dollar eingefroren, was die finanzielle Situation weiter verschärft. Der Abbau der Goldreserven und das hohe Haushaltsdefizit verdeutlichen die prekäre wirtschaftliche Lage Russlands in dieser Zeit.
Diese Entwicklung zeigt, wie sehr das Land unter den westlichen Sanktionen leidet. Die Regierung scheint verzweifelt nach alternativen Finanzierungsquellen zu suchen, um das wachsende Budgetloch zu stopfen – besonders, da der Zugang zu internationalen Finanzmärkten stark eingeschränkt ist. Eine wirtschaftliche Stabilisierung würde tiefgreifende Reformen und einen politischen Kurswechsel erfordern.
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