Preiskampf um China: Russland und Iran drücken die Ölpreise.
Russland und Iran buhlen um Chinas Gunst
Nach Angaben von UATV: Im globalen Ölgeschäft zeichnet sich ein erbitterter Wettbewerb um den wichtigsten Abnehmer ab. Russische und iranische Produzenten liefern sich einen harten Preiskampf um chinesische Kunden. Dieser verschärft sich, da Indien seine Importe drosselt. Im Februar stiegen die russischen Öllieferungen nach China um 20 Prozent an, während der iranische Export um 12 Prozent einbrach.
Laut einem Bloomberg-Bericht vom 25. Februar 2026 könnten die russischen Lieferungen nach Indien sogar um 40 Prozent auf 600.000 Barrel pro Tag sinken. Vor diesem Hintergrund gewinnt Russland für China an Attraktivität: Der Preisabschlag für die russische Ölsorte Urals gegenüber der Referenzmarke ICE Brent beträgt etwa 12 US-Dollar pro Barrel. Für chinesische Importeure, die stets nach den günstigsten Konditionen suchen, ist dies ein entscheidendes Argument.
Die aktuellen Liefermengen im Vergleich
In den ersten 18 Tagen des Februars erreichten die russischen Tageslieferungen in chinesische Häfen 2,09 Millionen Barrel. Der iranische Export nach China liegt in diesem Jahr hingegen bei nur rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag – ein Minus von 12 Prozent im Jahresvergleich. Die Mengen an Öl, die bereits auf See unterwegs sind, verdeutlichen die Dynamik: Während sich iranisches Öl mit 48 Millionen Barrel in den Schiffstanks stapelt, sind es bei russischem Öl nur 9,5 Millionen Barrel.
Die verschärfte Rivalität zwischen Moskau und Teheran um den chinesischen Markt hat das Potenzial, die globalen Ölmärkte nachhaltig zu beeinflussen. Die Verlagerung der Handelsströme – weg von Indien, hin zu China – wird die Preisentwicklung weiter antreiben. Als weltgrößter Ölimporteur sitzt China am längeren Hebel und kann die Konditionen diktieren. Diese Entwicklung zwingt die Anbieter zu strategischen Anpassungen und könnte die Kräfteverhältnisse auf den globalen Energiemärkten neu ordnen.
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