Benzinknappheit in Russland: Moskau sucht Notlösungen in Belarus und Indien.
Russland kämpft mit Benzinmangel
Nach Angaben von Espreso.tv: In Russland herrscht eine akute Benzinverknappung. Ursachen sind Schäden an Raffinerien und Exportbeschränkungen. Die Regierung versucht nun, das Problem durch Importe aus Belarus und Indien zu lösen.
Die tägliche Benzinproduktion in Russland liegt 40.000 bis 45.000 Tonnen unter dem Bedarf. Im Sommer steigt der Spitzenverbrauch auf 115.000 bis 120.000 Tonnen pro Tag. Im Juni betrug das tägliche Defizit bereits 25 Prozent. Die größten Produzenten im Land sind NORSI und die Raffinerie in Omsk. Als Reaktion auf die Krise hat Moskau die Ausfuhr von Diesel, Benzin und Kerosin verboten.
Importe und Marktlage
Im Juni erreichten die Lieferungen von Benzin und Diesel aus Belarus einen monatlichen Rekordwert. Täglich kamen bis zu 6.000 Tonnen Benzin ins Land. Am 17. Juni plant Russland zudem, Benzin auf dem Seeweg aus asiatischen Ländern zu beziehen. Ab dem 1. Juli starteten die ersten Schiffstransporte aus Indien – mindestens 60.000 Tonnen Treibstoff wurden mit zwei Tankern verschifft. Die Treibstoffknappheit in Russland besteht seit Ende Mai.
Alexander Nowak, Vertreter der russischen Regierung, erklärte: 'Die Lage bei den Kraftstoffen bleibt angespannt.'
Russland sucht also weiterhin nach Wegen, den Treibstoffmarkt zu stabilisieren – angesichts steigender Nachfrage und begrenzter eigener Produktion.
Die Benzinkrise zeigt deutlich die Schwierigkeiten, mit denen Russlands Energiesektor zu kämpfen hat. Sanktionen und interne Probleme verstärken die Lage. Importe aus Belarus und Indien könnten kurzfristig helfen, doch die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten birgt neue Risiken für die Marktstabilität. Die Regierung arbeitet an Lösungen, doch die Herausforderungen bleiben groß – besonders im Sommer, wenn der Treibstoffverbrauch seinen Höhepunkt erreicht.
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