Russland stoppt Kerosin-Export bis November – Drohnenangriffe auf Raffinerien als Auslöser.
Ausfuhrstopp für Flugbenzin in Russland
Nach Angaben von Novyny.live: Die russische Regierung hat einen Exportstopp für Kerosin bis zum 30. November 2023 verhängt. Grund sind Angriffe ukrainischer Drohnen auf russische Ölraffinerien. Sechs große Anlagen, darunter 'Nischnijnowgorodnefteorgsintez' und 'Kirischinefteorgsintez', mussten ihren Betrieb einstellen. Die Produktionsausfälle sind enorm: Russische Ölkonzerne verloren 25 Prozent ihrer Kapazitäten zur Herstellung von Treibstoff.
Von der Ausfuhrsperre ausgenommen sind lediglich Bestände, die bereits vor Inkrafttreten der neuen Regelung zollrechtlich abgefertigt wurden. Zur Einordnung: Bereits Ende März 2023 verhängte Moskau ein Exportverbot für Benzin – ein deutliches Zeichen für eine akute Versorgungskrise.
Auswirkungen der Angriffe auf die Treibstoffproduktion
Ein Großteil der Probleme in der Treibstoffherstellung geht auf Drohnenattacken zurück. Am 31. Mai 2023 wurde die Raffinerie 'Saratowski' getroffen, am 21. Mai 2023 erschütterten Explosionen die Anlage 'Sysranski'. Diese Vorfälle haben die ohnehin angeschlagene russische Erdölverarbeitungsbranche schwer getroffen. Aufgrund der akuten Knappheit wird Russland bis November kein Kerosin mehr exportieren.
Die Lage verdeutlicht die massiven Herausforderungen für die russische Raffinerieindustrie im Kriegskontext und unter äußerem Druck. Der Exportstopp für Kerosin könnte nicht nur den heimischen Markt betreffen, sondern auch internationale Flugverbindungen beeinträchtigen – schließlich zählt Russland zu den Lieferanten von Treibstoff für andere Länder. Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Russlands droht diese Entscheidung, die Energiemarktlage weiter zu verschärfen.
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