Britische Analyse: Russland rekrutiert Tausende Ausländer für den Krieg.

Britische Analyse: Russland rekrutiert Tausende Ausländer für den Krieg
Britische Analyse: Russland rekrutiert Tausende Ausländer für den Krieg

Russlands wachsende Abhängigkeit von Söldnern

Nach Angaben von TSN.ua: Der britische Verteidigungsminister John Healey sieht Russland aufgrund hoher Verluste im Ukraine-Krieg zunehmend auf ausländische Kämpfer angewiesen. Nach seinen Angaben stützt sich die russische Armee auf Tausende Söldner aus dem Ausland, um die enormen Personalausfälle der letzten Monate zu kompensieren. Diese Entwicklung verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen Moskaus Streitkräfte konfrontiert sind.

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bezifferte die russischen Verluste der vergangenen zwei Monate. Allein im Januar habe Russland etwa 9.000 mehr Soldaten verloren, als es ersetzen konnte. Präsident Wolodymyr Selenskyj gab an, dass in diesem Monat rund 30.000 russische Militärangehörige getötet wurden. Seit Kriegsbeginn übersteigen die Gesamtverluste Russlands nach diesen Angaben 1,2 Millionen Personen. Im vergangenen Jahr könnten etwa 415.000 Russen getötet oder verwundet worden sein. Im Dezember lag die durchschnittliche Verlustrate bei 1.130 Personen pro Tag.

Folgen für die Kampfkraft der russischen Armee

Berichten zufolge sind auch etwa 17.000 nordkoreanische Soldaten auf russischer Seite im Einsatz. Die Frontlinie erstreckt sich über rund 1.200 Kilometer. John Healey wies darauf hin, dass dies eine wichtige Mahnung für alle sei, unter welch immensem Druck die Ukraine stehe. Er betonte zudem, dass Wladimir Putin zwar den Eindruck unaufhaltsamen Fortschritts erwecken wolle, in Wirklichkeit aber geschwächt sei.

Mychajlo Fedorow äußerte die Erwartung, dass die monatlichen russischen Verluste bis zum Sommer auf 50.000 Personen ansteigen könnten.

Wolodymyr Selenskyj merkte dazu an: 'Das kümmert Putin im Moment nicht, aber es gibt eine Grenze, ab der er sich Sorgen machen wird.'
Russische Truppen konnten zwar an einzelnen Frontabschnitten, etwa im Gebiet Donezk, Geländegewinne erzielen. Diese begrenzten Erfolge werden als Versuch gewertet, die erlittenen Verluste auszugleichen.

Die wachsende Abhängigkeit von ausländischen Söldnern, einschließlich nordkoreanischer Militärs, unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Lage an der Front. Sie zeigt die großen Schwierigkeiten der russischen Streitkräfte auf. Die hohen Verluste gefährden offenbar die militärischen Fähigkeiten und die Kriegsstrategie Moskaus. Die von ukrainischen Offiziellen genannten Verlustzahlen deuten auf einen kritischen Zustand der russischen Truppen hin, der die weiteren Entwicklungen im Konflikt beeinflussen könnte.


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