Neunter Großangriff auf ukrainische Kraftwerke: DTEK meldet Personal- und Infrastrukturschäden.
Anhaltende Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung
Nach Angaben von TSN.ua: Im Oktober 2025 hat Russland zum neunten Mal in diesem Monat einen massiven Schlag gegen die Wärmekraftwerke des ukrainischen Energieunternehmens DTEK geführt. Dabei wurden sowohl Mitarbeiter als auch kritische Anlagenteile getroffen. Seit Beginn der großangelegten Invasion im Jahr 2022 wurden die DTEK-Kraftwerke bereits über 220 Mal angegriffen – ein systematischer Feldzug gegen die Lebensadern des Landes.
Bei dem jüngsten Angriff wurden 59 Energiearbeiter verletzt, vier von ihnen starben. Besonders tragisch sind zudem zwei Vorfälle aus dem Januar 2026: Am 14. Januar kam in Kiew ein Mitarbeiter von 'Kyivteploenergo' ums Leben, als er einen Generator entlud. Nur eine Woche später, am 21. Januar, starb auf dem Gebiet der Region Kiew der ehemalige Leiter von 'Ukrenergo', Oleksiy Brekht. Diese Verluste unterstreichen die extrem gefährlichen Arbeitsbedingungen, unter denen das ukrainische Personal die Energieversorgung aufrechterhält.
Folgen für die Stabilität des Energiesystems
Die fortgesetzten Attacken auf die Energieinfrastruktur zeigen deutlich, dass der Krieg auch als Kampf um die Versorgungssicherheit geführt wird. Jeder Ausfall und jeder Verlust von Fachpersonal gefährdet die Stabilität der gesamten Stromversorgung für Bevölkerung und Industrie. Die Toten sind nicht nur eine persönliche Tragödie, sondern ein Schlag gegen die operative Handlungsfähigkeit des Sektors.
Solche Angriffe haben langfristige Konsequenzen. Sie erschweren die dringend notwendige Wiederherstellung und Modernisierung der ukrainischen Energienetze unter Kriegsbedingungen erheblich und verzögern jeden Aufbau.
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