Neue russische Taktik: Keine ballistischen Raketen mehr – Drohnen werfen jetzt Minen über der Ukraine ab.
Russlands Strategiewechsel
Nach Angaben von TSN.ua: Moskau setzt bei Luftangriffen auf die Ukraine zunehmend auf Drohnen vom Typ „Shahed“ und andere unbemannte Systeme, anstatt auf massierte ballistische Raketen. Diese Neuausrichtung geht mit dem Abwurf von Minen durch Drohnen einher, was völlig neue Gefahren für das Land schafft.
Derzeit führt Russland keine großflächigen Angriffe mit ballistischen Raketen gegen die Ukraine durch, setzt aber weiterhin auf massive Attacken mit „Shahed“-Drohnen und anderen UAVs. Serhij Beskrestnow, Experte für elektronische Kriegsführung und Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, weist darauf hin, dass die neuen Techniken und Methoden der russischen Streitkräfte den Kriegsverlauf grundlegend verändern könnten. Dies zeigt deutlich, wie sich die militärischen Prioritäten des Kremls in den letzten Monaten verschoben haben.
Ihor Romanenko, Militärexperte und Generalleutnant außer Dienst, betont ebenfalls die technische Aufrüstung der „Shahed“-Drohnen, die nun Einsätze über größere Entfernungen ermöglicht. Er stellt klar: „Der Krieg geht weiter. Wir fügen russischen Militäranlagen äußerst schmerzhafte Schläge zu.“ Trotz des Rückgangs ballistischer Raketen erklärt Romanenko: „Die Russen verfügen weiterhin über ballistische Waffen – zwar nicht mehr so viele wie zu Kriegsbeginn, aber sie sind vorhanden.“
Angriffe und neue Bedrohungen
Am vergangenen Wochenende griff der Gegner die Ukraine mit einer aeroballistischen Iskander-Rakete von einer MiG-31 aus an, was beweist, dass Moskau mit seinen verbliebenen ballistischen Mitteln immer noch gezielte Schläge durchführen kann. Gleichzeitig verweist Romanenko auf den wirtschaftlichen Aspekt: „Putin begann bereits vor dem Krieg im Nahen Osten zu sparen“, was die Kriegsführungsfähigkeit beeinflusst.
Die veränderte Vorgehensweise Russlands offenbart einen wachsenden Zynismus des Feindes, denn Massenangriffe auf die Zivilbevölkerung sind fester Bestandteil der Strategie geworden. Der Einsatz billigerer Angriffsmittel, allen voran der „Shahed“-Drohnen, könnte eine neue Kriegsphase einläuten, in der die Ökonomie des Terrors eine zentrale Rolle spielt und Russlands aggressive Handlungen untermauert.
Angesichts der Erschöpfung der russischen strategischen Luftflotte und der begrenzten Vorräte an ballistischen Raketen werden neue Gefahren wie Drohnen und aus UAVs abgeworfene Minen zu einem ernsten Problem für die ukrainischen Streitkräfte. Romanenko betont, dass „der Einsatz günstigerer Angriffsmittel“ die Lage an der Front weiter verschärfen und die ukrainische Verteidigung vor zusätzliche Herausforderungen stellen könnte.
Russlands Umstellung auf Drohnen und UAVs zeigt eine Anpassung der Militärstrategie an knappe Ressourcen. Dies könnte neue Schwierigkeiten für die ukrainischen Einheiten mit sich bringen, da der Gegner versucht, Verluste unter schwierigen Bedingungen zu kompensieren. Die weitere Entwicklung der Drohnentechnologie und taktische Veränderungen werden den Konflikt maßgeblich beeinflussen, weshalb eine ständige Überwachung und Reaktion auf neue russische Bedrohungen unerlässlich bleibt.
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