Gerichtsurteil zur Einberufung eines alleinerziehenden Vaters: Behörde in Dnipropetrowsk äußert sich.

Gerichtsurteil zur Einberufung eines alleinerziehenden Vaters: Behörde in Dnipropetrowsk äußert sich
Gerichtsurteil zur Einberufung eines alleinerziehenden Vaters: Behörde in Dnipropetrowsk äußert sich

Fall in Krywyj Rih: Alleinerziehender Vater zum Militärdienst eingezogen

Nach Angaben von Novyny.live: Die zuständige Militärbehörde in der Oblast Dnipropetrowsk hat zu den Vorfällen um einen Mann Stellung genommen, der seine fünfjährige Tochter ohne offiziell anerkannte Zurückstellung großzieht. Der Betroffene wurde trotz seiner familiären Situation eingezogen und einer Militäreinheit zugewiesen. Diese Entscheidung hat in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt, da der Mann alleinerziehend ist.

Am 8. Juni 2026 erhielt der Vater eine Vorladung, die ihn aufforderte, sich am 18. Juni beim Militärkommissariat in Krywyj Rih zu melden. Einen Tag nach seinem Erscheinen, am 19. Juni 2026, beantragte er offiziell eine Aufschiebung des Wehrdienstes. Diesem Antrag wurde jedoch nicht stattgegeben. Bereits am 3. Juli 2025 hatte das Bezirksgericht Sakssahanskyj in Krywyj Rih (Oblast Dnipropetrowsk) den Mann als tauglich für den Militärdienst eingestuft.

Auf Grundlage dieser Entscheidung wurde der Mann einberufen und einer militärischen Einheit zugeteilt – obwohl er ein kleines Kind hat und selbst um eine Zurückstellung gebeten hatte. Die Verweigerung der Aufschiebung sorgte für Empörung in der Gesellschaft und bei Aktivisten, die sich für die Rechte alleinerziehender Eltern einsetzen. Viele fragen sich, wie derartige Fälle mit den geltenden Schutzbestimmungen vereinbar sind.

Der Fall verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen alleinerziehende Väter im Kontext der Mobilmachung konfrontiert sind. Er zeigt auch, wie juristische Festlegungen die familiäre Situation eines Menschen beeinflussen können. Aktivisten fordern eine Überarbeitung der Mobilmachungsregeln, damit besondere Familienverhältnisse stärker berücksichtigt werden – insbesondere in der Ukraine, wo viele Familien während des Krieges auf Unterstützung angewiesen sind.


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