Russland versteckt Benzinpreise: In über 40 Regionen herrscht Treibstoffmangel.
Benzinknappheit in Russland: Daten werden unter Verschluss gehalten
Nach Angaben von Espreso.tv: Die russische Regierung hat beschlossen, die Veröffentlichung von Preisentwicklungen für Autotreibstoff aus den Statistiken von Rosstat zu streichen. Grund dafür ist die akute Verknappung von Benzin und Diesel, die sich inzwischen auf mehr als 40 Regionen des Landes erstreckt. Die entsprechende Anordnung wurde am 25. Juni 2023 erlassen und gilt als Reaktion auf die sich zuspitzende Krise im Kraftstoffsektor.
Zwischen dem 16. und 22. Juni 2023 verteuerte sich Benzin in Russland um 3 Prozent, Diesel stieg im gleichen Zeitraum um 2,7 Prozent. Die Treibstoffknappheit macht sich nicht nur auf dem russischen Festland bemerkbar, sondern auch auf der vorübergehend besetzten Halbinsel Krim. Als Konsequenz haben mehrere Regionen Verkaufsbeschränkungen für Kraftstoff verhängt.
Rüstungsausgaben und wirtschaftliche Folgen
Bereits am 18. Juni 2023 wurde bekannt, dass Russlands Militärausgaben im Vergleich zum Budgetplan für 2026 um 40 Prozent steigen sollen. Das Haushaltsdefizit belief sich in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 auf 5,9 Billionen Rubel. Die heimische Benzinproduktion lag im Juni 2023 um 25 Prozent unter dem Vorjahresniveau, was die Lage zusätzlich verschärft.
Die Staatsführung zeigt sich der Schwere der Lage bewusst. Präsident Wladimir Putin räumte die Treibstoffkrise ein und brachte ein vollständiges Exportverbot für Diesel ins Spiel. German Gref ergänzte dazu:
„Die russische Wirtschaft befindet sich bereits in einem Zustand der Überhitzung“
Die Entwicklungen verdeutlichen die tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, vor denen Russland steht. Sie unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf zur Stabilisierung des Kraftstoffmarktes. Steigende Preise und Versorgungsengpässe bedrohen nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern auch den Alltag der Bevölkerung – eine Entwicklung, die in der Gesellschaft zunehmend Besorgnis auslöst.
Lesen Sie auch
- Forbes-Journalist sagt Sturz Putins innerhalb von drei Jahren voraus – das sind die Gründe
- Syrskyj warnt: Russland plant womöglich neuen Angriff auf die Region Tschernihiw
- Putin nennt neue Frontziele – Militärexperte widerspricht Behauptungen zu Kupjansk und Sumy
- Putin räumt Scheitern des Alaska-Gipfels ein: Ukraine macht Geländegewinne
- Putins Behauptung: Nur noch 10 Kilometer bis Sumy – warum Russland nach vier Jahren Krieg kein strategisches Ziel erreicht hat
- Personeller Aufwuchs beim russischen Sicherheitsdienst: FSO-Mannschaftsstärke auf 812 erhöht

