Russlands neue Seekriegsführung: U-Boote weichen Oberflächenangriffen.
Strategische Neuausrichtung auf See
Nach Angaben von Novyny.live: Die russische Marine hat ihre Taktik im Schwarzen Meer grundlegend verändert. Während die Präsenz von U-Booten drastisch zurückgegangen ist, gewinnen Angriffe von Überwasserschiffen deutlich an Bedeutung. Aktuell sind russische U-Boote in der Gewässerregion praktisch nicht mehr zu sehen – ein deutliches Signal für einen strategischen Wandel. In den vergangenen zwei Jahren setzte Russland noch massiv auf seine U-Boot-Flotte, doch heute verbleiben nur noch zwei U-Boote, die Marschflugkörper tragen können.
„Jede Wartung ist derzeit ein Risiko“, betonte Dmytro Pletenchuk, Sprecher der ukrainischen Marine, und verwies auf die Schwierigkeiten, mit denen die russische Seite bei der Instandhaltung ihrer U-Boot-Streitkräfte konfrontiert ist.
Gleichzeitig bleiben fünf Überwasserschiffe im Einsatz, die mit Marschflugkörpern des Typs 'Kalibr' ausgerüstet sind. Dazu zählen:
- drei kleine Raketenschiffe des Projekts 'Bujan'
- zwei Fregatten – die 'Admiral Essen' und die 'Admiral Makarov'
Diese taktische Verschiebung deutet auf eine Anpassung der russischen Kriegsführung an sich wandelnde Bedingungen und die Notwendigkeit hin, verfügbare Ressourcen zu optimieren. Die Konzentration auf Überwasserstreitkräfte könnte eine Reaktion auf die gestiegene Gefährdung von U-Booten durch verbesserte ukrainische Abwehrmaßnahmen sein.
Hintergrund für die Neuausrichtung sind vermutlich mehrere Faktoren: neben den erwähnten Wartungsproblemen bei den U-Booten auch die Anpassung an die veränderten Kampfbedingungen. Die Verringerung der U-Boot-Präsenz zeigt, dass das russische Kommando versucht, seine Mittel effizienter einzusetzen. Der Fokus liegt nun auf Überwasser-Trägern, die Raketenangriffe mit einem geringeren Verlustrisiko durchführen können. Diese strategische Wende könnte die weitere Entwicklung der militärischen Lage in der Region erheblich beeinflussen.
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