Fünf Tote bei Angriffen auf Zivilfahrzeuge in der Region Sumy.
Zielscheibe Zivilisten: Angriffe auf Autos in der Region Sumy
Nach Angaben von UATV: Am 21. Februar 2023 griffen russische Besatzungstruppen in der Region Sumy gezielt zivile Fahrzeuge an. Bei diesen Angriffen kamen fünf Menschen ums Leben, darunter zwei Brüder und eine medizinische Fachkraft. In der Gemeinde Boromlja traf eine russische Drohne ein ziviles Auto. Der Fahrzeugbesitzer wurde verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Diese Vorfälle verdeutlichen die zunehmende Gefahr für die Zivilbevölkerung in den ukrainischen Grenzregionen.
Gegen 13:30 Uhr griffen die Besatzer ein Auto mit Zivilisten an. Dabei starben ein 61-jähriger Mann und eine 48-jährige Beifahrerin. Die 56-jährige Ehefrau des Getöteten wurde verletzt. Der Leiter der Regionalverwaltung, Oleg Grigorov, bestätigte:
„Ein 61-jähriger Mann starb, außerdem erlitt die Beifahrerin (48 Jahre) des Autos Verletzungen, die nicht mit dem Leben vereinbar waren. Die 56-jährige Ehefrau des Getöteten wurde verletzt.“
Am Abend desselben Tages griffen russische Truppen dann einen Rettungswagen an. Vier Zivilisten starben, darunter zwei Brüder, von denen einer erst 17 Jahre alt war. Ebenfalls getötet wurde ein Ehepaar, bei dem die Frau als Medizinerin arbeitete. Oleg Grigorov berichtete:
„Der Feind warf einen Sprengsatz von einer Drohne am Rand der Gemeinde Snob-Novgorodske ab. Auf diesem Sprengsatz detonierten zwei Brüder. Mit Verletzungen wurden sie von Sanitätern ins Krankenhaus gebracht. Auf dem Weg ins Krankenhaus griffen die Russen gezielt den Rettungswagen mit einer Kampfdrohne an. Er fing Feuer. Nur dem Fahrer gelang die Flucht. Er befindet sich mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus.“
Eskalation der Gewalt gegen Nichtkombattanten
Diese Vorfälle spiegeln die wachsende Bedrohung für die Zivilbevölkerung in der Region Sumy wider und unterstreichen die Gefahren auf den Straßen in einem aktiven Konfliktgebiet. Die gezielten Angriffe auf zivile Fahrzeuge, insbesondere auf Rettungsdienste, verletzen grundlegende Regeln des Kriegsvölkerrechts. Die Zunahme solcher Vorfälle deutet auf eine Eskalation der Gewalt in der Region hin und macht internationales Handeln zum Schutz der Zivilbevölkerung dringender denn je.
Lesen Sie auch
- Ammoniakaustritt in Dnipro: Nach russischem Beschuss Hunderte Fenster zerstört
- Tödlicher Drohnenangriff auf ATB-Supermarkt in Tschernihiw: Zwei Tote, darunter ein Kind – Geheimdienst macht russische Einheit verantwortlich
- Notfallbesprechung bei Macron: Brände in Frankreich und Spanien zwingen 310.000 Menschen zur Flucht aus ihren Häusern
- Russischer Raketenangriff auf Übungsplatz: Organisator der Waffenmesse in Untersuchungshaft
- 27. Juli: Russische Angriffe in drei Gebieten – eine Tote und zehn Verletzte
- Zwei Tote und ein verletztes Kind bei russischen Angriffen auf Nikopol und Tschernihiw

