Ukrainischer Präsidentenberater: Russland bräuchte 18 Monate für Eroberung des restlichen Gebiets von Donezk.
Einschätzung eines hohen ukrainischen Beamten zur Lage in der Region Donezk
Nach Angaben von UATV: Für eine vollständige Besetzung der noch von der Ukraine gehaltenen Gebiete in der Region Donezk würde Russland nach Einschätzung von Pawel Palysa, dem stellvertretenden Leiter des Präsidialamtes der Ukraine, etwa anderthalb Jahre benötigen. Ein solcher Vorstoß wäre für die Angreifer äußerst verlustreich und würde militärische Ressourcen in einem Umfang erfordern, der dem derzeit in der Ukraine stationierten russischen Kontingent entspräche. Palysa betonte, dass dieser Prozess nicht annähernd so schnell vonstattengehen würde, wie es sich die russische Führung in Moskau wünscht.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen die verlangsamte Dynamik des Krieges: Im Jahr 2025 konnte Russland weniger als ein Prozent ukrainischen Territoriums einnehmen. Seit Beginn der großangelegten Invasion hat die russische Armee zudem über 450.000 Soldaten verloren. Diese Verluste verdeutlichen die immense Belastung für den Aggressor und die Schwierigkeiten, mit denen er an der Front konfrontiert ist. Um seine Expansionspläne weiter voranzutreiben, ist Russland auf erhebliche militärische und materielle Verstärkung angewiesen, was den Prozess zusätzlich verzögern dürfte.
Ein langwieriger und kostspieliger Krieg
Die Aussage von Pawel Palysa verweist auf die anhaltende Komplexität und Langlebigkeit des Krieges in der Ukraine. Sie macht deutlich, dass Russland selbst für begrenzte territoriale Gewinne weiterhin mit enormen Herausforderungen rechnen muss. Die hohen Personalverluste deuten auf eine zunehmende Erschöpfung und könnten die strategischen Entscheidungen Moskaus in Zukunft beeinflussen. Die Frage, ob der Kreml die für weitere Offensiven nötigen Ressourcen noch aufbringen kann und will, wird zu einem entscheidenden Faktor für den weiteren Verlauf der militärischen Auseinandersetzung in der Region.
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