Pekings wirtschaftliche Zügel: Wann wird China Putin zum Einlenken in der Ukraine zwingen?.

Pekings wirtschaftliche Zügel: Wann wird China Putin zum Einlenken in der Ukraine zwingen?
Pekings wirtschaftliche Zügel: Wann wird China Putin zum Einlenken in der Ukraine zwingen?

Chinas Einfluss auf Russland im Ukraine-Krieg: Eine Frage des Preises

Nach Angaben von UATV: Der Experte Michail Sinajuk vom Analysezentrum „Ukrainische Prisma“ (Programm für Russland- und Belarus-Studien) betonte in der Sendung des TV-Senders FREEДОМ, dass China durchaus über Druckmittel verfüge, um Russlands Kurs im Ukraine-Krieg zu beeinflussen. Peking verhalte sich jedoch in dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine weiterhin neutral und agiere äußerst zurückhaltend. Diese vorsichtige Strategie zeige, dass China seine wirtschaftlichen Hebel nicht vorschnell einsetzen will.

Laut Sinajuk profitiert China wirtschaftlich stärker von der Partnerschaft mit Moskau als umgekehrt. Dies verdeutliche, dass Peking trotz der strategischen Allianz eigene Interessen verfolgt, die sein Handeln maßgeblich bestimmen. Die Beziehung sei daher nicht gleichberechtigt, sondern von chinesischen Vorteilen geprägt.

Wirtschaftliche Zügel in Pekings Hand

Sinajuk erklärte weiter:

„Die wirtschaftlichen Zügel zur Kontrolle Russlands liegen derzeit eindeutig in Peking.“
Dies bedeute, dass China über ökonomische Instrumente verfüge, die direkten Einfluss auf die Kreml-Politik nehmen können. Die weitere Unterstützung Chinas für Russland hänge von einer Kosten-Nutzen-Rechnung ab.
„Es ist eine Frage des Preises, den China entweder für die Unterstützung des Kremls [bei der Fortsetzung des Krieges] oder für dessen Zwang zum Frieden zahlen wird.“

Sollte Peking zu der Erkenntnis gelangen, dass die Unterstützung des Krieges mehr Verluste als Gewinne bringt, werde das „Reich der Mitte“ laut Sinajuk beginnen, „Putin dazu zu drängen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen“. Dies zeige, dass China seine Position ändern könnte, sobald der Krieg seine wirtschaftlichen Interessen negativ beeinträchtigt. Der Experte hob hervor, dass selbst strategische Partner unterschiedliche Prioritäten haben können, die ihr internationales Auftreten bestimmen.

Zusammenfassend wies Sinajuk auf die Komplexität und Ungewissheit der internationalen Beziehungen im Kontext des Ukraine-Krieges hin. Die Möglichkeit eines chinesischen Kurswechsels bestehe durchaus, je nachdem, wie sich die Lage entwickelt. Die Aussagen des Experten unterstreichen die zentrale Rolle wirtschaftlicher Faktoren in der chinesischen Außenpolitik. Pekings Haltung könnte sich grundlegend wandeln, wenn der Krieg die eigenen ökonomischen Interessen bedroht, was wiederum neue diplomatische Initiativen auslösen könnte.


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