Moskau drosselt Artillerie-Munition: Das steckt hinter den Engpässen der russischen Truppen.
Russische Artillerie unter Druck: Neue Munitionsbeschränkungen im Juni
Nach Angaben von UATV: Die russischen Streitkräfte haben im Juni strenge Auflagen für den Einsatz von Artilleriegeschossen erlassen. Dieser Schritt wird als direkte Folge der erfolgreichen Angriffe ukrainischer Verteidigungskräfte auf die Nachschubwege der Invasoren gewertet. Laut Vladyslav Voloshyn, einem Sprecher der südlichen Verteidigungskräfte der Ukraine, zeigen die Einschränkungen, wie sehr die gegnerischen Offensivoperationen bereits beeinträchtigt sind. Die Bestätigung dieser Entwicklung unterstreicht die angespannte Lage entlang der Frontlinie.
Der Militärexperte Serhiy Hrabsky sieht in den neuen Regeln einen Beleg für den nachlassenden Druck des Gegners, insbesondere im südlichen Frontabschnitt. Er betont jedoch, dass eine dauerhafte Kontrolle der Situation nur durch eine physische Unterbrechung der russischen Landbrücke möglich sei. Genau in diesem Klima, so der Experte, eröffneten sich für die ukrainischen Streitkräfte Chancen, die Front zu stabilisieren und später punktuelle Gegenoffensiven zu starten.
„Wir zerstören die dreigliedrige Logistik – wir schlagen die Nachschubwege, die Lagerlogistik und die Evakuierungslogistik“ – Serhiy Hrabsky
Ein weiterer schwerer Schlag für die russische Versorgung war der ukrainische Angriff auf das Öldepot „Semykolodyazyanska“ auf der Krim. Dies verschärft die Probleme der russischen Truppen zusätzlich. Hrabsky bemerkte dazu: „Auf diese Weise kann und muss die Krim-Gruppierung in eine Falle geraten.“ Er stellte zudem klar, dass zum Zeitpunkt des ukrainischen Gegenangriffs niemand ernsthaft geglaubt habe, die ukrainischen Truppen wären den russischen zahlenmäßig überlegen gewesen.
Warum Nachschub im Krieg der Schlüssel zum Erfolg ist
Die aktuellen Munitionsbeschränkungen sind ein klares Zeichen dafür, dass die ukrainischen Verteidigungskräfte weiterhin massive Schläge gegen die Versorgungsinfrastruktur des Feindes führen. Dies behindert dessen Fähigkeit, großangelegte Kampfhandlungen durchzuführen, erheblich.
Diese Ereignisse unterstreichen die fundamentale Bedeutung der Logistik in modernen bewaffneten Konflikten. Wer die Kontrolle über Nachschub und Ressourcen hat, kann den Verlauf von Operationen maßgeblich beeinflussen. Durch die von ukrainischer Seite erzwungenen Engpässe entstehen für die eigenen Truppen neue taktische Spielräume, die zu weiteren Verschiebungen an der Front führen könnten.
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