General Malomusch: Russlands Offensivkraft ist erschöpft.

General Malomusch: Russlands Offensivkraft ist erschöpft
General Malomusch: Russlands Offensivkraft ist erschöpft

Lage an der Front

Nach Angaben von UATV: Die russische Armee hat nach Einschätzung des ukrainischen Generals Mykola Malomusch systematisch die Fähigkeit verloren, großangelegte Offensivoperationen zu führen. In einem Interview mit dem Sender FREEДОM am 8. März 2023 führte er aus, dass sich dies in einem deutlichen Rückgang der täglichen Angriffe widerspiegele – von früher 200-300 auf nunmehr etwa 125. Die Kampfkraft der russischen Truppen sei erschöpft, was eine Auffrischung der Ressourcen notwendig mache.

Zwar verfüge der Gegner in einzelnen Abschnitten, etwa in Richtung Pokrowsk-Konstantyniwka, noch über gewisse Kapazitäten. In den vergangenen 24 Stunden seien jedoch insgesamt 121 Gefechte registriert worden. Die ukrainische Verteidigung habe sich stabilisiert und führe erfolgreich Gegenangriffe durch. Ein Beleg dafür sei, so Malomusch:

«Bis nach Slowjansk haben sie es nicht geschafft, obwohl die Einnahme der Stadt bereits als Aufgabe feststand.» — Mykola Malomusch

Strategische Sackgasse für Moskau

Der General sieht die russische Führung vor einer grundsätzlichen Entscheidung: Sie müsse entweder eine umfassende Mobilisierung anordnen oder auf andere Weise neue Reserven für die Armee finden. Die aktuellen Versuche des Gegners, in anderen Sektoren auf Saporischschja vorzurücken, seien gescheitert. Diese militärische Pattsituation ist charakteristisch für die derzeitige Lage.

«Die Versuche des Feindes, aus anderen Sektoren auf Saporischschja vorzurücken, waren nicht erfolgreich.» — Mykola Malomusch

Die ukrainischen Streitkräfte leisten demnach weiterhin aktiven Widerstand und verhindern feindliche Vorstöße in Schlüsselrichtungen wie Lyman, Slowjansk und Huljajpole.

Zusammenfassend bleibt die Lage an der Front angespannt, doch die ukrainischen Verteidiger demonstrieren Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit. Der Rückgang der russischen Angriffsaktivität deutet auf eine Erschöpfung der Ressourcen hin und stellt die Fähigkeit Moskaus in Frage, die Offensivhandlungen fortzusetzen. Die erfolgreiche Abwehr durch die Ukraine ist ein wesentlicher Faktor für die weitere Entwicklung des Konflikts. Die Stabilisierung der Frontlinie gibt den ukrainischen Truppen die Gelegenheit, ihre Positionen zu konsolidieren und sich auf mögliche künftige Herausforderungen vorzubereiten.


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