Eiskalter Winterkrieg: Zehntausende Haushalte in Kiew und Charkiw frieren nach russischem Angriff.
Zielgerichtet in die Kälte: Angriff auf die Wärmeversorgung
Nach Angaben von TSN.ua: Ein massiver russischer Angriff am 3. Februar 2023 ließ die Heizungen in zwei ukrainischen Metropolen erlöschen. In der Hauptstadt Kiew waren über 1100 Wohngebäude betroffen, während in Charkiw vorübergehend die Wärmeversorgung für 110.000 Haushalte sowie für mehr als 15.000 Verbraucher im Bezirk Losowa abgestellt werden musste. Zehntausende Familien saßen in der bitteren Kälte fest.
Allein für die Reparaturen in Kiew wurden 1122 Fachkräfte mobilisiert, darunter 554 Spezialisten aus anderen Regionen und von der „Ukrsalisnyzja“. Die Lage in der Stadt bleibt angespannt, wie Oleksij Kuleba betonte. Er verwies auf die konzentrierten Anstrengungen aller Teams, die Versorgung der Bewohner so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Gezielter Schlag gegen die Energieinfrastruktur
In der Nacht zum 3. Februar hatte Russland einen koordinierten Schlag gegen das Energiesystem in acht ukrainischen Oblasten geführt. Im Fokus standen diesmal gezielt Heizkraftwerke (TEC) und Wärmekraftwerke (TES), deren Beschädigung die flächendeckenden Heizungsausfälle verursachte. Die ohnehin schwierige Situation für die Zivilbevölkerung wurde durch Temperaturen von bis zu -25°C zusätzlich verschärft.
Solche Angriffe sind Teil einer russischen Strategie, die ukrainische Infrastruktur gezielt im Winter zu destabilisieren und die Zivilbevölkerung zu demoralisieren.
Die Wiederherstellung der Wärmeversorgung ist unter diesen Bedingungen überlebenswichtig. Der unermüdliche Einsatz der ukrainischen Techniker zeigt die immense Widerstandsfähigkeit des Landes, seine kritische Infrastruktur auch unter Kriegsbedingungen am Laufen zu halten und den Bürgern ein Minimum an Sicherheit und Komfort zu bewahren.
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